»Schwarzgefiedert«
»Schwarzgefiedert«
Rabenschwarze, bittre Nacht,
so grauenvoll und eisig kühl.
Einsam weint mein Herze sacht,
und steigt und steigt doch dies Gefühl.
Laufe nun seit Jahren schon
und schmerzt das Gehen immer mehr.
So bitter weint mein Herze ohn,
so grausam fällt der Wege schwer.
Krähen säumen meinen Pfad,
schwarzgefiedert, hasserfüllt,
ziehn und beißen an der Naht,
die meine dunkle Seel verhüllt.
Will sie töten, will sie reißen,
doch werden sie bloß immer mehr.
Will verdrängen, will loseisen,
doch meine Seel fühlt sich so leer.
Die Wesen krähen, die Wesen schreien,
stürzen auf mein Leibe nieder,
werden mich lebendig entzweien,
mein Schrei erstickt durch ihr Gefieder.
Und sie beißen, und sie ziehen,
und verschlingen all die Farben.
Kann nicht entkommen, nicht entfliehen,
denn wo einst Flügel sind bloß Narben…