See You Space Cowboy Kapitel 3 – Piraten

22 März 2008 at 8:55 (See You Space Cowboy, Stories) ()

Das Gateway war kaum mit den Augen auszumachen, der feuerrote, riesige Jupiter verschluckte das noch weit entfernte Gebäude. Der Anblick war überwältigend, selbst für Jason, der das All sein eigentliches Zuhause nannte. Amy jedoch überbot alles. Sie blickte mit offenen Mund starr geradeaus und konnte ihren Blick nicht mehr abwenden. In der Hitze des Gefechts war der atemberaubende Anblick keinen von beiden aufgefallen. Und selbst wenn, so wäre kaum Zeit gewesen sich dafür zu interessieren. Nun kroch langsam der Mond Kallisto hinter dem Jupiter hervor und Amy gab ein leises Geräusch des Staunens von sich.

Die Chakotay flog in den Tunnel des Intergates und fuhr langsam die langen Flügel mechanisch ein. Auf der rechten Seite des Tunnels waren wieder hunderte von Schiffen angedockt; Jason suchte nach dem Schiff der Piraten, es war wahrscheinlich, dass sie nun hier waren. Egal wie sie sich das plötzliche Verschwinden des Schiffes vor ihnen erklärten, es hier zu suchen war das Logischste. Die Chakotay hatte die Daten über das Schiff natürlich längst ausgewertet und somit auch hoch gerechnet wie das Raumschiff demzufolge aussehen dürfte. Dies geschah mit Hilfe einer wirklich genialen Datenverarbeitungsroutine. Der Computer analysierte die Schilddateien, alle erkennbaren technischen Details des Schiffes, sowie Aerodynamik und alle möglichen verfügbaren Informationen, und erstellte dann ein virtuelles Bild des Schiffes. Jason selbst hatte das Schiff der Gangster natürlich kaum gesehen. Als er die Schubumkehr befahl düste es mit seiner Geschwindigkeit gerade zu über die Chakotay hinweg. Somit hatte er nun eine ungefähre Ahnung wie das Schiff aussehen sollte. Den Daten zufolge ein kleines Kampfschiff der Float-Klasse. Das war ein sehr fortschrittliches Schiff, wenn auch nicht das neueste Modell.

Doch er konnte nirgends ein Schiff erkennen, dass auf seine Ahnung passen würde. Der Computer scannte noch die Schiffe an der Seite, doch war dies alles nicht so einfach, da natürlich jedes Schiff eine bestimmte Tarnvorrichtung besaß um genau dies zu verhindert – oder zumindest zu erschweren.

„Was tun wir hier?“, fragte Amy leicht nervös, wie Jason schien.

„Wir buchen einen Flug nach Ganymed. Ich bin zwar so gut wie blank, aber ich habe auf meinem Konto immer noch eine Notreserve für einen Gate-to-Gate-Flug. Und das hier ist ein solcher Notfall.“

„Aha… Ein Gate-to-Gate-Flug also…“, zögerte Jasons Copilotin.

„Jaaa, genau“

„Und wir könnten nicht einfach so zu Ganymed fliegen? Ich meine… wenn dir der Preis zu hoch ist, ich will ja keine Umstände machen…“

Jasons Konzentration wechselte vom Suchen eines passenden Schiffes zu Amy. Er warf seine Stirn leicht in Falten und wusste, dass sie das erkannte. Was ist los mit diesem Mädchen? Hat sie Angst? Ist sie nervös?

„Du… bist noch nie mit einem Gateway geflogen?“

Amy setzte sich stocksteif in den Sessel. „Ähm – nein!“

Jason konnte sich ein Lächeln einfach nicht verkneifen. „Und du hast ein bisschen Bange davor?“

„Naja, man hört ja so einiges vom Interplanetaren Reisen“, schoss es aus ihr wie aus einer Pistole, „Und es soll ja schon so einiges dabei schief gegangen sein. Das Schiffe einfach auseinander barsten, oder die Verbindung abtrennte und die Schiffe im Kanal aus dem Hyperraum geworfen wurden… und dann einfach aufhörten zu sein…“ Es trat eine kurze peinliche Stille ein. „Ich bin einfach nicht sonderlich scharf darauf“, setzte sie etwas verlegen hinzu.

„Nunja“, meinte Jason, und setzte mit einer beruhigenden Stimme dazu: „Natürlich gab es diese Unfälle, aber das gerade als die Tore noch neue Technik waren. Es besteht zwar immer noch ein Risiko, aber das ist verschwindend gering.“ Er blickte sie an. Es war unglaublich einen Menschen zu treffen, der noch nie mit einem der Tore gereist war. Natürlich gab es diese, und sie waren auch nicht wenige. Das Reisen durch die Gateways war immer noch ein teures Spielchen, dass sich einfach nicht jeder leisten konnte. Er selbst hatte ja kaum genügend Geld dafür. Und es gab einfach genügend viele Menschen im Sonnensystem, die arm waren, genügend viele, die ihre Planeten oder Monde nie verlassen würden. Es lebten immerhin rund 55 Milliarden Menschen im Sonnensystem, da gab es eigentlich von allem Undenkbaren etwas, dachte sich Jason.

„Es ist ein größeres Risiko wenn wir den Weg zu Ganymed ohne Gateway einschlagen würden. Mein Transeuklid-Antrieb funktioniert nicht richtig, wir würden mindestens vier bis fünf Stunden fliegen. Wir wären leichtes Futter für die Piraten, sie bräuchten uns nur auszumachen und wir wären geliefert. Sie werden Schiffe zur Verstärkung besorgen, da kannst du dir sicher sein. Wir hätten einfach keine Chance.“

Die Chakotay steuerte weiter langsam durch den Tunnel, zur Rechten die vielen angedockten Raumschiffe.

„Computer, welches Gateway zeigt nach Ganymed?“

„Das Alphator ist momentan für das Reisen nach Ganymed zuständig“, meldete die synthetische Stimme des Bordcomputers.

„Warum?“, sagte Amy abrupt und wandte sich Jason zu. Sie blickte ihn gerade ins Gesicht. Wieder dachte Jason, wie schön sie doch war. Doch verstand er nicht was sie nun wissen wollte.

„Warum tust du das alles?“

„Wie bitte?“, Jason schaute verdutzt drein.

„Naja, ich meine, wieso versuchst du mich zu retten? Es wäre doch um einiges einfacher, hättest du mich den Piraten ausgeliefert. Und du als Kopfgeldjäger hast auch nichts von mir. Es sei denn auf mich ist ein Kopfgeld ausgesetzt“, sagte sie sarkastisch.

„Es soll doch auch noch gute Menschen geben, oder?“

Das war`s. Jasons forsche Antwort lies praktisch kein weiteres Gespräch zu. Es war in irgend einer Weise eine sehr kalte Art gewesen, wie er antwortete, doch Jason tat dies bewusst. Er merkte auch, dass dies freilich nicht der richtige Weg war um ihr Vertrauen zu gewinnen.

Die Chakotay ordnete sich in die Spur zum Alphator ein. Nach einer kleinen Abzweigung, die die Spur zum Betator trennte, kam eine weitere Reihe von parkenden Schiffen.

„Und was wird auf Ganymed mit mir geschehen?“, Amys Blick war fordernd.

Doch Jasons Antwort war genauso forsch wie zuvor: „Dass lass mal dann unsre Sorge sein. Jetzt versuchen wir erst einmal heil dort hinzukommen.“

Ein Signalton des Computers hallte plötzlich durch das Cockpit. „Schiffsscan beendet. Übereinstimmung gefunden.“

Jason wurde sofort aufmerksam. „Verdammt“, grummelte er.

„Sie sind hier?“, Amy war sichtlich erschrocken.

„Es war ja zu vermuten“, erklärte Jason. An den Computer gerichtet, sprach er: „Wo befindet sich das Schiff?“

„17 Uhr Steuerbord“, berichtete die Computerstimme, „153 Meter entfernt.“

„Dann haben wir sie bereits gepasst. Hoffentlich haben sie uns nicht bemerkt.

„Hoffentlich“, hauchte Amy.

„Feindliches Schiff hat die Verfolgung aufgenommen“

„Verdammt nochmal“, schrie Jason. Amy war die Sorge sichtlich ins Gesicht geschrieben. Die hatten natürlich auch ein Abbild ihrer Scans, sie würden genauso nach der Chakotay suchen, dass war Jasons schon klar gewesen. Und sie haben auch hier auf sie gewartete, da sie wohl genau wussten, dass sie mit einem der Gates fliegen würden. Wahrscheinlich war, dass sie ein weiteres Piratenschiff bereits am Gateway hatten, dass am Betator die Stellung hielt.

„Sie werden uns mit einem Lasso festhalten“, wusste Jason.

„Was?“, Amy verstand das nicht ganz, „Einem Lasso?“

„Ja, dass ist Vagabundensprache. Sie werden uns nicht einfach in eines der Gateways gehen lassen, deswegen werden sie uns mit einer Art Eindämmungsfeld aufhalten, dass über einen Laserstrahl geschickt wird.“ Leider war dies der Nachteil wenn man es mit einem Schiff der Float-Klasse zu tun hatte. Es war technisch der Chakotay um Längen überlegen. Und was Jason prognostizierte, trat tatsächlich ein. Die Piraten warfen ein Lasso auf die Chakotay.

Im Cockpit war ein unangenehmes und heftiges Schütteln zu spüren, als hätte sie jemand gerammt. Die Geschwindigkeit der Chakotay verlangsamte sich abrupt und der rote Alarm sprang ein. Das Cockpit wurde in blutrotes Licht gehüllt.

„Wir werden angegriffen“, meldete der Computer, „Ein Eindämmungsfeld der Stärke C behindert den Weiterflug.“

Jason reagierte blitzartig. Er drückte Knöpfe an seinen Schaltpult, strich hektisch mit dem Finger über Touchpads und legte Hebel um. Amy kam das zwar alles sehr willkürlich vor, doch ahnte sie, dass Jason schon wusste was er da tat.

„Ich versuche einen Angriff über das Lasso zu schicken“, sprach Jason hektisch um Amy die Situation zu erklären. „Wenn ich mit dem Laser die richtige Frequenz erwische, könnte sich das Lasso lösen.“ Wieder drückte er Tasten und Knöpfe. Ein Signalton des Computers war zu hören, das deutlich zu verstehen gab, dass ein Befehl gerade nicht ausgeführt werden konnte.

„Doch dass haben sie geahnt“, schnaubte Jason, „Sie benutzen eine oszillierende Frequenz, es ist quasi unmöglich dieses Lasso zu lösen.“

Jason sah Amys besorgten Blick. Sie hatte furchtbare Angst.

„Keine Bange, mir wird schon noch etwas einfallen.“

Ein leichtes Vibrieren setzte ein. Amys Blick wurde immer ängstlicher.

„Eine Nachricht ist eingegangen“, meldete der Computer.

„Eine Nachricht?“, Amy schien nicht ganz zu begreifen.

„Die Piraten versuchen mit uns Kontakt aufzunehmen.“ Jason befahl dem Computer die Nachricht akustisch wiederzugeben.

Eine dunkle, raue Männerstimme war zu hören: „Gib uns das Mädchen dass du an Bord hältst und dir wird nichts geschehen. Widersetzt du dich, wird dein Schiff zerstört werden. Du hast eine Minute Zeit, empfangen wir dann noch das Lebenszeichen des Mädchens auf deinem Schiff, werden wir einen Angriff über den Eindämmungsstrahl schicken.“

„Nachricht Ende“, verkündete die Computerstimme.

Jason fluchte. Amys Blick wurde sorgenvoller.

„Uns bleibt wohl nur eine Wahl“, meinte Jason selbstzweifelnd, „Wenn wir genügend viel Energie aufbringen können, könnte dies das Eindämmungsfeld zum kollabieren bringen.“

„Und wenn die Energie dafür nicht ausreicht, Jason?“

„Lass es uns einfach ausprobieren“, war Jasons Antwort. Wieder drückte er hektisch Knöpfe, und plötzlich setzte ein leichtes, stetiges Dröhnen ein. Das Vibrieren der Chakotay würde stärker.

„Es scheint als müssten wir noch viel höher gehen“, war Jasons Prognose. Amy sah Schweißperlen auf seiner Stirn hervortreten.

Das Vibrieren nahm stetig zu und lies die Chakotay erzittern. Amy hielt sich an den Pulten vor ihr fest, da es langsam drohte, sie aus dem Sitz zu werfen.

Der Computer protestierte: „Ein Eindämmungsfeld der Stärke C verhindert den Weiterflug. Bitte den Schubantrieb beenden. Hüllenintegrität auf 73 Prozent gefallen. Die Hülle droht zu zerbrechen.“

Doch es tat sich nichts. Das Eindämmungsfeld hielt stand und die Zeit verging.

„Verdammt“, entfuhr es Jason, „Ich kann nichts anderes tun.“ Nun wurde die Chakotay mit ihren Insassen immer stärker durchgeschüttelt. Das Dröhnen im Cockpit wurde unerträglich, doch nichts tat sich.

„Nur noch 30 Sekunden“, mahnte Amy, „Wir müssen etwas anderes versuchen!“

„Und was sollte dass bitte sein?“

„Wir könnten sie austricksen. Einen Deal vorschlagen und dann entkommen.“

Jason hätte nun über ihre Naivität geschmunzelt, doch blieb keine Zeit für Sarkasmus.

„Wir haben die maximale Energie erreicht“, schrie Jason, da es Amy sonst in Anbetracht des Lärms nicht mehr wahrgenommen hätte, „Ich muss die Energie der Lebenserhaltungssysteme umleiten!“ Dies hatte zur Folge, dass es plötzlich immer wärmer im Schiff wurde. Nun traten auch Schweißperlen auf Amys Stirn hervor, obwohl sie nichts weiter tat als sich am Pult und am Sitz festzukrallen.

„Hüllenintegrität liegt bei 68 Prozent“, warnte die synthetische Stimme, „Bitte verlassen Sie umgehend das Schiff, ein Hüllenbruch steht bevor.“

„Wie lange noch?“, schrie Jason.

„Zehn Sekunden“, wurde ihm zurück gebrüllt.

Er knirschte mit den Zähnen. Verdammt. Was sollte das hier? War dass der Moment in dem er sein geliebtes Schiff verlieren würde? War dass der Moment vor dem er sich schon zu oft gefürchtet hatte? Er haderte, doch er hatte keine andere Wahl.

„Okay“, schrie er hastig, „Raus hier, sofort raus hier, oder wir gehen drauf!“

Amy sprang sofort auf. Doch so bald sie auf beiden Beinen stand stürzte sie nieder, da das Vibrieren des Schiffes zu immens war. Jason hörte es nur poltern und stürzte sofort los um ihr zur Hilfe zu kommen. Er packte seinen Arm um sie und formte mit den Lippen ein „Hast du dich verletzt?“ Doch sie hatte die Augen geschlossen und reagierte nicht. Es war zu spät, wusste Jason, nicht mehr genügend viel Zeit um das Schiff zu verlassen. Jeden Augenblick würde sie und er drauf gehen, weil er zu lange gezögert hatte, weil er sich nicht trennen konnte von der Chakotay. So sollte es also nun enden? Durch den Hüllenbruch des Schiffes oder durch den Angriff eines Piratenschiffes? Je nachdem, welches Ereignis eher eintrat, überleben würden sie es sicherlich nicht. Jason versuchte die ohnmächtige Amy mit seinem Körper zu schützen, wenngleich er wusste, dass dies wohl keinen Zweck bei dem Zerbarsten des Schiffes hätte. Die letzten zwei Sekunden kamen ihm noch einmal wie eine kleine Ewigkeit vor. Vorbei. Ende. Ade. Die Chakotay vibrierte bereits so stark, dass Jason meinte, sie würde wohl demnächst einen Überschlag machen.

Dann passierten zwei Dinge nahezu gleichzeitig und rasend schnell. Der Computer lies die Nachricht „Angriff – sechs Uhr Heck“ verlauten, und ein unglaublicher Schub lies das Schiff beschleunigen. Das Vibrieren setzte aus und Jason wurde samt Amy quer über den Boden des Cockpits zur Wand geschleudert. Der Aufprall war hart, doch Jason wusste, dass der Angriff der Piraten sie nicht mehr erreichen würde. Er hievte sich mit aller Kraft auf und ignorierte einen Stechenden Schmerz in der Hüfte. Eine synthetische männliche Stimme war zu hören, während Jason Amy in den Copilotensessel setzte, die sprach: „Herzlich willkommen am Alphator des Interplanetaren Gateways von Europa. Bitte buchen Sie jetzt einen Flug oder geben Sie die Nummer zur Buchung durch!“

„Zielort: Ganymed“, stöhnte Jason mühselig, „Zahlungsart: Abbuchung von meinem Konto.“

Da niemand vor ihm auf eine Buchung wartete, flog die Chakotay weiter, mit enormer Geschwindigkeit. Jason setzte sich an das Steuer und bremste das Schiff, obwohl es ihm unvernünftig erschien, denn sie mussten hier schleunigst weg.

„Buchung erfolgt“, meldete die männliche Stimme, „Sie können sofort durchfliegen. Wir wünschen eine Angenehme Reise.“

Endlich einmal Glück, dachte sich Jason, und sobald die Chakotay den ersten der fünf Gateway-Ringe erreicht hatte, schaltete er den Antrieb ab, und wenige Sekunden später verschwand das Schaff im Nichts.

Amy hörte gedämpfte Stimmen. Es war kein Geflüster sondern ein ganz normales Gespräch. Sie öffnete die Augen. Es war helllichter Tag und sie lag in einem Bett das sie nicht kannte, in einem spärlich eingerichteten Zimmer. Die Vorhänge waren zu gezogen, und das Zimmer war in leichtes orangefarbenes Licht getaucht. Sie spürte ihren rechten Ellenbogen schmerzen, doch es war erträglich. Niemand war bei ihr im Zimmer, die Stimmen kamen von nebenan. Wenige Minuten später, als sie besser bei Sinnen war, konnte sie Jasons Stimme ausmachen. Langsam fing ihr Kopf wieder an zu arbeiten und sie konnte sich an das Letzte erinnern, bevor sie in Ohnmacht fiel. Genau, sie war doch an Bord des Schiffes gewesen. Jason hatte versucht das Eindämmungsfeld zu durchbrechen. Und dann? Ja, dann wollten sie die Chakotay verlassen. Und dann hörten ihre Erinnerungen auf. Dann war alles schwarz. Doch tot war sie nicht, da war sie sich ganz sicher, denn dafür war der Schmerz in ihrem Ellenbogen zu enorm. Sie mussten es also bis nach Ganymed geschafft haben. Sie versuchte nach Jason zu rufen, doch im ersten Moment gelang es ihr nicht. Das zweite mal war ein schwaches Röcheln, und beim dritten Mal dann, konnte sie nach Jason rufen. Dann sah sie die Zimmertür langsam aufgehen und Jasons Gesicht durch einen kleinen Spalt gucken.

„Oh, du bist wach“, sagte Jason und lächelte etwas, „Warte, ich bring dir ein Glas Wasser.“

Ja genau, Wasser brauchte sie jetzt dringend.

Jason sah lächelnd zu, während Amy sitzend das gesamte Glas Wasser trank, doch Amy bemerkte, dass sein Lächeln sehr aufgesetzt war.

„Wir haben es also doch noch geschafft?“

„Ja“, sagte er, „Im letzten Moment ist das Eindämmungsfeld gebrochen. Die Piraten hatten schon einen Angriff abgefeuert.“

„Also wäre es eine Sekunde später aus gewesen?“

Jason wippte mit dem Kopf und kraulte sich an seinen Kinnstoppeln. „Für uns wohl nicht, aber für die Chakotay auf jeden Fall.“

„Für uns nicht?“, Amy schien überrascht, während sie das leere Glas auf den Schrank neben sich stellte.

„Die Piraten hätten sicherlich keinen tödlichen Angriff geschickt, denn sie waren ja auf dich aus. Das wurde mir erst bewusst, als wir wieder hier waren, doch genutzt hätte mir es in der Situation dennoch nicht.

Amy blickte nun etwas genauer umher. Die Tür stand ein Stück offen, doch draußen konnte sie nur einen schmalen Gang und eine Wand sehen.

Jason bemerkte Amys Blicke umherwandeln. „Wir sind hier sicher. Das ist unser Hauptquartier, die Bar eines Freundes. Er heißt Chris, du wirst ihn noch kennen lernen.“

„Und wieso Hauptquartier?“, Amy runzelte die Stirn.

„Wir sind fünf Kopfgeldjäger und Chris der die Bar bedient. Wir kennen uns schon lange und halten auch zusammen. Allein als Bountyhunter ist man manchmal ziemlich verloren, gerade was die Informationsbeschaffung angeht. Aber wenn man mehr oder weniger in einem Team arbeitet…“

„Seltsam“, sagte Amy leise, „Ich dachte immer Kopfgeldjäger wären sich spinnefeind.“

„Wir stehen uns nicht groß im Weg. Wir teilen unsere Territorien auf. Alan und Dean jagen nur auf Ganymed. Ian, Drake und Ich fahren im All spazieren. Und das Hauptquartier dient uns mal zum Abschalten, Informationen austauschen und irgendjemand muss ja auch mein Baby reparieren.“ Jason schmunzelte.

Amy machte sich in dem Bett wieder breit.

„Wie fühlst du dich?“, wollte Jason wissen.

„Mir geht’s soweit ganz gut, bis auf meinen Ellenbogen. Wie lange habe ich geschlafen?“

„Seit dem Gateway von Europa sind nun etwa vierzehn Stunden vergangen.“

Amy staunte, für sie waren vom Zeitgefühl nicht einmal eine Stunde vorbei.

„Und, war doch gar nicht so schlimm, dein erster Gate-to-Gate-Flug, oder?“, Jason lachte laut. Amy fand es zwar nicht sehr lustig, da sie wirklich Angst hatte, fühlte sich aber von Jasons Lachen angesteckt und grinste.

„So“, sagte Jason, „Ich gehe und hole Chris. Er will dich umgehend kennen lernen. Und Alan ist auch da. Ich kann dir sagen, die haben nicht schlecht gestaunt, als ich mit einem ohnmächtigen Mädchen hier rein gestürmt kam. Ich hoffe die belästigen dich nicht…“

„Wie bitte?“

Doch Jason hatte das Zimmer schnell verlassen.

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3 Kommentare

  1. Re: Energie kann man einfacher und billiger sparen. - Energie sparen im Wohnzimmer: Mobil-CPUs… | Energie Live sagte,

    [...] ist nämlich deutlich teurer als > Benzin) 1 Liter Benzin liefert 8,77 KWh Energie. Bei 1,10 EUR/l kommt Du auf 12,5 Cent/KWh im Vergleich zu 15 Cent/KWh bei Strom. Der [...]

  2. Reisen-Quelle » Blog Archive » Solche Reisen wird es nichtg geben - Familienreisen zu den Sternen sagte,

    [...] zwar aus dem einfachen Grund, dass sich dass nicht rechnet: Wer macht womit Geld, wenn 200 Leute in einem Kasten durchs Weltall [...]

  3. Re: zeit (Hinfahrt) = zeit(Rückfahrt) , Energie(Hinfahrt) = Energie(Rückfahrt) - Weltraum-Segel startete mit U-Boot-Raket… | Energie Live sagte,

    [...] zwar, aber man kann ein raumschiff auch anders bschleunigen abbremsen… man kann dazu die gravitation von planeten sonnen und anderen himmelskoerpern nutzen… also laesst man hier das raumschiff [...]

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