So mächtig ist das Multiversum
In der neuen P.M. erschien der Artikel „So mächtig ist das Multiversum“ (Vgl. P.M. 5/08 S. 14-20) über ein kosmologisches Modell, welches besagt, dass neben unserem Universum noch weitere Universen existieren; im ganzen spricht man vom Multiversum.
Dieses Modell ist an sich nicht neu sondern kam bereits vor einigen Jahren mit der String-Theorie auf. Diese String-Theorie ist ein Welt-Modell, mit denen die Physiker versuchen die Relativitätstheorie mit der Quantentheorie zu vereinigen (die so genannte Suche nach der TOE: „Theory of Everything“ oder auch Weltformel).
Die Diskussion um dieses kosmologische Modell seien wieder neu entfacht, da ein „Loch im Universum“ gefunden wurde. Beobachtet wurde eine Stelle im Universum, in der auffällig wenig Materie zu finden ist. „45 Prozent unter dem Gesamtdurchschnitt“ heisst es in der P.M. Dies ist an sich noch nichts ungewöhnliches, da zwischen den Galaxien viele solche Räume existieren sollen, allerdings ist der Durchmesser des „Loches“ mit einer Milliarde Lichtjahre etwa tausendmal größer als erwarten und an anderen Stellen beobachtet. Die Wahrscheinlichkeit für ein solches Loch beträgt gerade mal 1,85 Prozent.
Hier nun heisst es, solle sich ein Übergang zu einem unserer „Nachbaruniversen“ befinden. Doch sollen noch mehr dieser Universen existieren. Mit dem Urknall soll sich nicht nur unser Universum sondern auch viele andere gebildet haben, und dieser Vorgang sei immer noch im Gange.
Interessant ist es zu lesen, dass eine Theorie, die durch eine anormale Beobachtung wieder aufflammt, von einer Fachzeitschrift für Wissen sofort zum Gesetz gemacht wird. Im Artikel heisst es obendrein, dass nach der Meinung von Wissenschaftlern, jeder Mensch in jedem Universum existiert und ihm ein anderes Schicksal dort ereigne. So z.Bsp. lebt in einem Universum John F. Kennedy noch.
Weiterhin prophezeit der Artikel, dass sich in hundert Jahren das Weltbild zur Theorie der Paralleluniversen geändert hat, so wie früher das geozentrische dem kopernikanischen Weltbild Platz machen musste.
Im gleichen Artikel heisst es dann aber auch, dass das Multiversum die „konsequente Fortsetzung der kopernikanischen Revolution“ sei, und die Welt nicht mehr größer werden könne.
Wenn die Theorie des Multiversums wirklich wahr ist, und sich unser Weltbild ein weiteres mal in der Geschichte der Menschheit ändert, wieso sollte dies dann das letzte mal sein? Wer sagt, dass der Mensch die Welt beobachten kann wie sie ist? Wer sagt, dass die Welt so ist wie wir postulieren? Immerhin starben alle Menschen vor Galileo mit der falschen Einsicht, die Sonne drehe sich um die Erde.
Man sollte meine Kritik keineswegs falsch verstehen. Ich bin sehr begeistert von Theorien um Weltbilder, doch sollte man eben darauf pochen, dass es sich nur um eine Theorie handelt. Sicherlich kann das Multiversum existieren, und ebenso, auch wenn ich es für sehr hanebüchen halte, könnten wir alle nocheinmal in Paralleluniversen existieren, aber all das sind nur Spekulationen.
Immerhin existiert (nach Angaben des Artikels) eine 1,85 %ige Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines solchen „Loches“, betrachtet man die Größe des Universums, wieso sollte dann soetwas nicht „zufällig“ auftreten?
Dass dann eine solche Theorie allerdings in einem Artikel als neues Weltbild postuliert wird, weil einige Wissenschaftler durch seltsame Beobachtungen daran festhalten, erscheint mir lächerlich. Es fehlen noch jegliche Beweise um überhaupt im Ansatz über eine solche Theorie als neues Weltbild zu sprechen. Bisher fällt dies wohl eher unter die Ruprik „Science Fiction“

der mod sagte,
21 April 2008 um 5:27
Hmm wenn wir alle nochmal existieren, aber jedesmal unser Schicksal anders ist, wer sagt mit dann, dass ich im Paralleluniversum überhaupt geboren wurden bin? Vielleicht wurde ja einer meiner Vorfahren von, sagen wir mal, einem gelben fliegenden Elefanten ( andere Kreuzung laut Darwin, ihr wisst schon ….. ) entführt und aufgefressen. Dann würde ich in dem Universum doch gar nicht existieren. Und wenn das nicht nur meiner „Parallelperson“ so geht sondern allen Menschen, inwiefern kann man da noch von einer Übereinstimmung der Universen reden?
24lightyears sagte,
21 April 2008 um 6:02
naja hier hieß es, dass es praktisch „unendlich“ viele universen gibt, also so, dass dir alles passieren kann. vielleicht wirst du irgendwo selber mal von einem gelben fliegenden elefanten erschlagen, oder du wirst vielleicht selber zum gelben fliegenden elefanten…
hatte dawrin einen elefanten-komplex?
Wilfried sagte,
22 April 2008 um 7:40
Hi!
… man sollte zunächst wissen, das sich hinter dem Multiversum wenigsten 2 (meistens und zunächst) verschiedene Begriffszuordnugnen verbergen.
Einmal wie im obigen Beitrag: Das Multiversum der Kosmolgen („Universen da draußen…“)
Das andere Multiversum (das Universum „ganz nah, – unmittelbar neben uns“), ist die Viele-Welten-Interpretation der Quantentheorie, welche ‘Bestens belegt’ ist.
Akzeptiert man diese Interpretation (und irgenwei muss man ja die QT interpretieren können) ergeben sihc aber in der Tat weitreichende Konsequenzen für unser Selbstverständnis
@der mod
Wer sagt denn, das es „andere Menschen“ in ‘Einem Universum’ überhaupt gibt? Eine logische Konsequenz der Multiversumstheorie wäre: Wir sind selbst ‘der Schöpfer’ ‘unseres Universums’.
Zitat F.A. Wolf (Quantenphysiker)
„Wir sind irgendwie Gott, gefangen im Morast der Materiehaftigkeit, weil wir etwas haben wollten, was wir anschauen können“
Thomas Klüh sagte,
22 April 2008 um 7:59
Also ich persönlich bin davon überzeugt, dass wir in einem Multiversum leben. Mir ist jedoch klar, dass dies nur ein Weltbild ist und gebe dir absolut Recht, dass dies nur eine Theorie ist, die sich morgen wieder ändern kann.
Viele Grüße
Thomas
24lightyears sagte,
22 April 2008 um 10:32
@Wilfried: Danke für die Ergänzung. Ich kenn mich mit der Quantentheorie kaum bis gar nicht aus. Ich bring deine angesprochene „Viel-Welten-Theorie“ jetzt spontan mit der Verschränktheit in der Quantentheorie in Verbindung. Und irgendwie auch mit Schrödingers Katze.
@Thomas: Ich möchte auch gar nicht sagen, dass die Theorie nicht stimmt, ich find wie oben gesagt, solche Theorien interessant. Aber wie gesagt fand ich den Artikel der P.M. ziemlich unseriös…
Tja sagte,
16 November 2009 um 1:24
wenn es kein Mutiversum gibt dann gibt es auch keinen freien Willen. Den in einem einzelnen geschlossenen Universum ist der Teilchen Flug so wie er angefangen hat. Und auch das Bewusstsein währe nur eine Illusion die Welt wäre deterministisch. Dein ICH ist nur eine Summe der gesammelten Erfahrungen zufälle wie Mutationen und Genetik. Aber es gibt keine Zufälle alles hat einen Grund und wäre man ein Super Compute könnte man jeden Schritt auch die Handlungen der menschen nach und nach bis auf den Urknall zurückverfolgen. Um die Wahl zu haben muss es überhaupt erstmal was geben woraus du Wählen kannst. Ein Multiversum ist das Ende der maximalen grösse den es ist unendlich Gross und wiederspiegelt ALLE möglichen Quantenzustände. Somit gibt es alles. Unser Universum so wie es ist hat eine fast unendlich kleine Wahrscheinlichkeit. Die Multiversum theorie macht gewisse vorhersagen die sich etl sogar in deinen Lebzeiten als richtig erweisen sie lässt sich auch mit der String theorie verbinden zudem das Doppelspalt Experiment zeigt eindeutig das es alle möglichen Zustände tatsächlich gibt es ist real.
Viele Physiker (bei weitem nicht alle) sehen die Quantentheorie als ein Werkzeug weniger als eine beschreibung der realität. Wenn unsere Seele geist eine Entscheidung trifft. Befindest du dich in einem Universum zusammen mit allen die die selben Entscheidungen getroffen haben. Ihr wedet nicht erkennen das ihr euch zusammen in einen anderen QuantenZustand begeben habt sondern ihr weret denken das ist der einzig mögliche. Aber durch das Multiversum wird totale Entscheidungsfreiheit ermöglicht. Nur scheinbar beeinflusst von anderen.
Ich habe schon lange bevor ich was von der Theorie gelesen habe gewusst das es so sein muss da alles andere unlogisch war in meinen Augen.
Natürlich heisst das nicht das alles möglich ist sondern du hast bereits mit alten Entscheidungen eine gewisse Richtung eingeschlagen.
Ich hätte hier nicht geschrieben wenn ich nicht vorher ein Buch in die Hand bekam und zufällig eine Interessante passage gelesen hätte. Wobei das kein Zufall war sondern mein freier Wille. Das du das liest was ich geschrieben habe stimmt mit den Entscheidungen überein die du vorher getroffen hast. Doch unser Bewusstsein wird nicht immer in der selben kausaliätskette zusammenbleiben das hängt von unseren Entscheidungen ab.
Die heisenbergsche Unschärfe relation sagt nicht das die Zustände nicht alle zur selben Zeit existieren den das tun sie nämlich was bewiesen ist. Sondern sie sagt das man durch die Beobachtung nur ein bestimmtes Ergebniss sehen wird und nicht alle möglichen die aber da sind. Es is fakt das jedes Quantum zur selben zeit alle möglichen Informationen in sich trägt.
Das Universum ist nachweislich nicht die Summe seiner Teile sondern der FAKTOR
Achso zur PM ich hab den bericht nicht gelesen PM ist kein seriöses magazin. Die Multiversumtheorie hingegen schon.