See You Space Cowboy Kapitel 7 – Die Wahrheit

26 September 2008 at 3:47 (See You Space Cowboy, Stories) (, , , )

Was ist mit dir?«, fragte Amy, »ich weiß kaum etwas über dich. Lebst du seit deiner Kindheit auf Ganymed?«
Jason antwortete nicht sofort. Er schien in Gedanken zu sein. »Was? Nein. Ich bin gebürtiger Phobianer.«
»Du stammst vom Marsmond Phobos?« Amy war sichtlich überrascht. Phobos war der kleinste Himmelskörper im Sonnensystem auf dem eine Kolonie errichtet wurde. Mit einer geschätzten Oberflächengröße von gerade einmal 1500 Quadratkilometern war der Mond nicht annähernd Rund sondern ähnelte eher einem überdimensionalen Ei. Gewaltige Energiekosten wurden jährlich ausgegeben, um Phobos bewohnbar zu machen. Der Aufwand die natürliche Fallbeschleunigung auf die vom Menschen gewohnten 9,8 Meter in der Quadratsekunde zu regulieren und die Energie für die Lebenserhaltungssysteme waren enorm. Auf Phobos existierte nur eine Stadt – Phobos-City – die, verglichen mit anderen Hauptstädten, nur sehr klein war. Hier lebten drei Millionen Menschen. Doch nicht jeder konnte sich das Leben auf Phobos leisten. Durch die hohen Energiekosten die durch die Lebenserhaltungssysteme entstanden, wurden hohe Steuern von der Phobosregierung gefordert. Demzufolge siedelten sich nur wohlhabende Menschen an und bald schon wurde der Marsmond zu einer Art Statussymbol. Wer auf Phobos lebt hat entweder ein goldenes Händchen oder reiche Eltern, so sagt der Volksmund.
»Wie bist du nach Ganymed gekommen?«
Jason betrachtete Amy wie sie neben ihm am Boden saß. Sie strich sich mit der Hand durch ihre frisch gewaschenen Haare. Irgendetwas war seltsam mit dieser Frau, dachte Jason. Er hatte sich dagegen ausgesprochen sie mit zunehmen, doch fühlte er sich momentan ganz wohl in ihrer Gegenwart. Sie bemerkte seinen Blick. Fragend erwiderte sie ihn.
»Meine Eltern wurden getötet«, sagte er schließlich, »aber das ist bereits viele Jahre her und ich kann mich kaum daran erinnern.«
»Das tut mir Leid«, sagte Amy traurig. »Was war passiert?«
»Ich weiß es nicht genau. Ich denke es waren Piraten. Ein guter Freund meines Vaters und seine Frau nahmen mich danach auf und kümmerten sich sehr um mich. Leider war ich kein sehr gehorsames Kind und habe den beiden viel Mühe und Kummer bereitet.« Amy bemerkte ein wehmütiges Lächeln um Jasons Lippen spielen. »Mit sechzehn hatte ich mit viel Arbeit für mein erstes Schiff gespart und bin abgehauen. Ich war naiv und versuchte die Piraten zu finden. Schließlich lernte ich Ian und Drake kennen. Und später Chris, Alan und Dean. Wir haben uns als Kopfgeldjäger zusammen getan. Und so sind wir heute die Space Cowboys«
»Hast du die Mörder deiner Eltern jemals gefunden?«
»Bis heute nicht«, sagte Jason, »aber das kann ja noch werden«, Jason kletterte wieder unter den Antrieb um weiter nach dem Problem für den üblen Geruch zu suchen.
Es folgte eine kurze Pause. »Jason«, Amy zögerte mit ihrer Angelegenheit. »Jason, ich möchte das wir die Piraten suchen.«
»Welche Piraten, Amy?«
»Die Mörder der Ladenbesitzer in Cien und die Mörder deiner Eltern.«
»Amy ich hab dir schon einmal erklärt, dass es aussichtslos ist diese Kerle zu finden«, antwortete Jason forsch. Doch mit Amys Antwort hatte er nicht gerechnet.
»Dies ist bereits das dritte Mal, dass du dieses Gesprächsthema mit einer solchen Antwort beenden willst. Sag mir, warum ist es aussichtslos diese Piraten zu finden? Aussichtslos ist es nur so lang wir uns nicht auf die Suche machen.«
»Sie könnten überall sein«, Jason sah Amy nicht, aber er konnte in ihrer Stimme Zorn hören.
»Und wir könnten sie überall schnappen, wenn wir uns endlich auf die Suche nach ihnen begeben würden. Jason ich glaube du erzählst mir nicht alles, was du weißt.«
Nun wurde auch Jason zornig. »Und wieso denkst du so etwas? Wieso sollte ich dir etwas vorenthalten?«
»Ich denke«, sagte sie nüchtern und nicht mehr zornig, »dass du mich damit schützen willst.«
Jason antwortete nicht.
»Doch ich brauche deinen Schutz nicht, Jason. Ich bin dir dankbar für deine Hilfe aber ich kann selber auf mich aufpassen. Ich verlange die ganze Wahrheit. Sofort.«
Doch antwortet Jason wieder nicht. Eine Minute verstrich, dann die nächste. Jason überlegte ob Amy noch im Maschinenraum war, doch bald roch es nicht mehr nach ihrem rosigen Duft, nur noch der trübe modrige Gestank des Antriebs erreichte Jasons Nase.

So ein dummes Puhn, dachte sich Jason. Den gesamten Tag hat sie mich ignoriert und kaum ein Wort mit mir gesprochen. Als Jason mit den Arbeiten im Maschinenraum fertig war, betrat er das Cockpit und fand Amy an den Schaltpulten. Er wurde zornig und sagte, dass niemand außer ihm etwas an den Konsolen zu suchen hätte. Doch Amy antwortete ruhig und besonnen, dass ihr lediglich langweilig wäre und sie deshalb die Datenbank nach etwas Lektüre durchforste. Sie lud eine Datei vom Computer und machte sich mit dem Digibook in ihre Kajüte.
Jason lag gedankenverloren in seinem Futon. Sie hatte die Explosion auf dem Mars vor siebzehn Jahren tatsächlich überlebt. Sie könnte wirklich diejenige sein. Kein Wunder, dass Piraten nach ihr suchten. Jason versuchte sich an die Geschehnisse von damals zu erinnern. Er dachte an ein kleines Mädchen und wie er es bei der Hand nahm um weg zu rennen. Könnte es wirklich sein…? So viele Fragen schwirrten nun durch seinen Kopf. War sie es? Oder ist alles bloß ein Zufall? Sollte er ihr die Wahrheit anvertrauen? Doch wenn es alles in Wirklichkeit gar nicht zusammen passte…
»Auf eine Frage folgt eine Antwort«, zitierte Jason seinen Onkel, um sich seine Weisheit ins Gewissen zu rufen, »doch auf eine Antwort folgen oft mehrere Fragen.«
Im Nebenzimmer lag Amy wach. Sie quälten ebenfalls Fragen. Was war hier bloß los? Wieso waren Piraten hinter ihr her? Was gedenken diese Kerle an ihr zu finden? Sollte sie etwa irgendetwas Besonderes wissen? War sie im Weg und musste beseitigt werden? Aber dazu hatten die Piraten bereits in dem kleinen Lebensmittelladen Gelegenheit gehabt. Und wieso wollte Jason nicht mit der Wahrheit rausrücken. Was wurde hier eigentlich für ein dämliches Stück gespielt. Sie fühlte sich einsam. Am liebsten wollte sie plötzlich auf Europa aufwachen und merken, dass dies alles bloß ein geschmackloser Traum war. Und dann noch dieser Mann. Jason Callahan. Irgendetwas sagte ihr dieser Name, irgendetwas hatte er zu beuten, doch sie konnte sich nicht entsinnen wo sie den Namen bereits früher aufgeschnappt haben könnte. Doch selbst wenn ihr der Name bekannt war, sicherlich gab es hunderte im Sonnensystem die Jason Callahan hießen. Wahrscheinlich hatte dies also nichts zu bedeuten. Amy drehte sich zur Seite. Ich werde nun einschlafen, dachte sie sich, und wenn ich wieder aufwache, sitze ich in meiner Kryptologie-Vorlesung. Kyra sitzt neben mir und sagt ich hätte die letzten fünfzehn Minuten verschlafen und anschließend geht’s in die Mensa.
Die Mensa erschien ihr plötzlich riesig. Ich hab großen Hunger, lachte Amy und drehte sich zu Kyra um. Doch ihre Freundin war verschwunden. Stattdessen fand sie sich neben einem kleinen Jungen wieder. Der Himmel spuckte Feuer und der fremde Junge packte sie bei der Hand. Komm, sagte er und schaute ernst, wir müssen hier sofort weg. Das Feuer umgab sie und den Jungen. Die Luft wurde stickig und grau. Die Welt verschwamm. Amy bekam Angst. Die trockne Luft schien den Sauerstoff aus ihren Lungen zu ziehen. Der Junge drängte sie zu einem Schiff. Er drückte sie auf den Boden und legte sich schützend über sie. Eine Ohrenbetäubende Explosion war zu hören, gefolgt von einer Mark und Bein erschütternden Druckwelle. Dann war alles schwarz.

»In weniger als fünf Stunden kommen wir auf Ceres an«, sagte Jason im Cockpit. Sein Gesprächspartner saß nicht neben ihm. Der Pilot der Chakotay sprach über eine Kommunikationsverbindung mit Ian Smith.
»Erste Sahne«, sagte eine Stimme im Cockpit. Sie war hoch und hastig, eine Folge der Dopplerverschiebung. Dies ist ein Effekt der bei bewegten Sender oder Empfänger von Wellen auftritt. In der Raumfahrt musste man wohl oder Übel damit Vorlieb nehmen.
»Ich bin übrigens in Begleitung von Nathan Bennet.«
»Nathan? Nicht wahr!«
»Er versuchte mich zu überfallen und nun reisen wir zusammen nach Ceres.«
»Wie? Was? Überfallen?«
»Erklär ich dir nachher bei einem Bier«, lachte Jason.
»Bring ihn doch mit!«
Ja, dachte sich Jason, eigentlich eine gute Idee. »Ich werde ihn gleich Fragen. Bis dann an gewohnter Stelle.«
»Reinhaun«, sagte die hohe Stimme und die Kommunikation war beendet. Jason Callahan stellte eine weitere Verbindung her, diesmal zum Schiff des Sicherhheitsmanns.
»Was ist los, Callahan?«, ertönte nun Bennets Stimme im Cockpit. »Wo brennt`s?«
»Du wurdest heute Abend eingeladen einem gemütlichen Beisammensein beizuwohnen. Wie sieht`s aus, bist du dabei?«
Bennet zögerte nicht. »Sicher! Wo soll es denn hingehen?«
»Murray`s. Eine gemütliche Kneipe am Rande von Ceres-City. Nicht leicht zu finden, aber empfehlenswert.«
»Geht klar«, sagte Bennet und schaltete ab.
Nun war es wieder ruhig im Cockpit. Amy lies sich seit gestern nicht mehr oft blicken. Sie erschien zum Essen und Schwieg, bedankte sich und machte sich anschließend wieder in ihre Kajüte. Ich sollte ihr einfach sagen was los ist, meinte Jason nun im Stillen. Egal ob Vermutung oder nicht, sie hat ein Recht es zu erfahren. Jason saß mit verschränkten Armen im Cockpitsessel. Vor ihm lag der riesige Asteroidengürtel. Viele Menschen, die diese Gegend nicht kannten, stellten sich den Gürtel als eine immense und dichte Ansammlung von kleinen Gesteinsbrocken vor. Doch diese Vorstellung war maßlos übertrieben. Die Asteroiden waren meist mehrere Kilometer groß und eher vereinzelt anzutreffen. Es war keine Kunst durch die Ansammlung zu gelangen ohne von einem Asteroiden getroffen zu werden. Im Gegenteil, man musste schon viel Ungeschick an den Tag legen um von einen von ihnen getroffen zu werden. Dennoch lieferten die Asteroiden vielen Piraten Schlupf und Versteck. Und nicht selten konnten sie einen Kampf durch ein geschicktes Überraschungsmoment für sich entscheiden.
Der Computer meldete sich plötzlich zu Wort. »Systemwartung erforderlich.« Das hatte Jason in der Aufregung ganz vergessen. »Okay, Jackie. Systemwartung auflisten!«
Auf einem Bildschirm vor Jason wurden sämtliche Systeme des Schiffes angezeigt. Besonders die Lebenserhaltungssysteme des Schiffes mussten regelmäßig kontrolliert werden. Nicht auszudenken, was wäre, wenn ein Recycling-System nicht ordnungsgemäß arbeiten würde.

Eine halbe Stunde und sie haben Ceres erreicht. Vier Tage Reise sollten somit zu Ende gehen. Der Zwergplanet war bereits deutlich zu sehen. Die Lichter der Hauptstadt bei Nacht, des rund eintausend Kilometer großen Planetoiden erstrahlten bis in tausende Kilometer Entfernung. Jason klopfte an Amys Kajüte. »Amy. Du solltest besser ins Cockpit kommen, die Reise wird nun etwas schwieriger.«
Amy öffnete die Tür. »Gut«, sagte sie kurz angebunden. Sie ging Jason voraus ins Cockpit. Doch den Copilotensessel erreichte sie nicht. Mitten im Cockpit blieb sie wie angewurzelt stehen und starrte aus dem riesigen Fenster. »Unglaublich, sagte sie staunend, als die Chakotay nur wenige Kilometer an einem riesigen Asteroiden entlang raste. Sie drehte sich zu Jason. »Was wenn uns ein Asteroiden rammt, während du nicht am Steuer sitzt?«
»Das ist kein Problem. Die Chakotay verfügt über mehrere programmierte Ausweichsequenzen. Die Scanner erkennen rechtzeitig falls wir uns auf Kollisionskurs befinden.« Er setzte sich in den Cockpitsessel und schnallte sich fest. »Du solltest das Selbe tun. Ich werde den Transeuklid-Antrieb nun deaktivieren. Dies kann zu heftigen Turbulenzen führen, da wir nahezu mit überhöhter Geschwindigkeit aus dem Trauseuklidischen Raum geschleudert werden.«
Amy wurde etwas mulmig zu mute und Jason bemerkte das. »Keine Sorge«, sagte er, »das ist nicht schlimmer als Rollercoasterfahren.«
Amy tat wie ihr geheißen. Jason betätigt Knöpfe. »Transeuklid-Antrieb wird deaktiviert.«
Wie Jason postulierte, setzte plötzlich, wie aus dem Nichts, ein heftiges Vibrieren ein. Die Turbulenzen wurden stetig immer heftiger und Amy krallte sich an die Pulte vor ihr. Mit den Vibrationen wuchs ein unangenehmes Dröhnen, das langsam die Geräusche der Antriebe übertönte. Das Dröhnen wurde immer lauter, bis fast ins Unerträgliche.
»Strukturelle Integrität liegt bei neunundneunzig Prozent«, sagte Jackie.
»Alles bestens«, nickte Jason. Das Dröhnen wurde leiser und das Vibrieren sachter. »Die Vibrationen werden uns noch eine Viertelstunde begleiten, bis sie verschwunden sind«, erklärte der Pilot an seine Copilotin, »du solltest also vorsichtig sein.«
Es folgte eine peinliche Stille. Zum ersten Mal seit mehreren Stunden hatte Jason wieder mit Amy gesprochen. Und nun? Das gleiche Spiel wie vorher? Nein, sagte sich Jason. Gerade als er sprechen wollte, sagte Amy etwas unentschlossen: »Ich… muss mich wohl bei dir entschuldigen.«
Jason traute seinen Ohren kaum. »Nein«, fiel er ihr ins Wort. »Du hattest recht. Ich hätte es dir von Anfang an anvertrauen sollen.«
Wieder folgte eine peinliche Pause. Jason wusste nichts zu sagen.
Amy wollte sich erklären. »Hör zu«, fing sie schließlich an. Was sie nun sagen würde war nicht einfach über die Lippen zu kriegen. Jason Callahan war praktisch noch ein Fremder. Und dennoch verspürte sie den Drang sich ihm anzuvertrauen. Dieser Fremde war ihr einziger verbliebener Halt in einer einsamen neuen Welt. »Ich habe Angst, auch wenn ich das ungern zugebe. Ich weiß nicht was plötzlich um mich geschieht. Irgendwelche Gangster sind hinter mir her, und ich habe keinen blassen Schimmer warum.« Nun sprach sie hoch und ihre Stimme begann zu zittern. »Und sie haben zwei Menschen umgebracht. Meinetwegen.« Sie betrachtete ihren Gegenüber. Nun stiegen Tränen in ihre Augen. »Und all mein Vertrauen setze ich in einen Menschen, den ich gerade mal vor fünf Tagen kennen gelernt habe, und der mir jegliche Erklärung vorenthält.«
Jason spürte Mitleid in ihm aufsteigen. Nie hatte er auch nur einen Gedanken daran verloren, wie ihr wohl zumute sein könnte. Natürlich fühlte sie sich die ganze Zeit einsam und verlassen. Er hatte dies nie erkannt. »Es tut mir Leid«, stammelte er unverholfen.
Amy wischte sich die die Tränen aus den Augen. »Es sollte nicht nach einem Vorwurf klingen«, sagte sie und lächelte verzagt. »Ich hätte es dir gleich erklären sollen.«
»Genau wie ich«, entgegnete Jason entschlossen. »Ich weiß nur nicht recht, wo ich anfangen soll.« Er zögerte kurz. Dann sagte er: »Die Explosion in der Marshauptstadt – wie du damals war auch ich an der Unglücksstelle als es passierte.«
Amy schien sprachlos.
»Und ich denke«, fuhr Jason unbeirrt fort, »dass ich dir damals das Leben gerettet habe.«
In Amys Kopf überschlugen sich die Gedanken. Dieser Junge, der meine Hand nahm und sich schützend auf mich warf, dieser Junge war Jason? Ich hätte nie gedacht, dass ich ihn jemals wieder finde. Plötzlich wurde Jason Callahan von einem ‘praktisch Fremden’ zu einer Art Seelenverwandten, den Amy ihr Leben lang suchte und endlich wieder gefunden hatte. »Dann ist es wohl Schicksal, dass wir uns siebzehn Jahre später wieder getroffen haben.«
Schicksal? So hatte Jason noch nicht über die jüngsten Ereignisse nachgedacht. Er versank in Gedanken. Als er wenige Sekunden später wieder zu sich kam, war er überrascht, dass Amy nichts mehr sagte. Er schaute verwundert zum Copilotensessel. Amy staunte über den Anblick, der sich ihr erbot. Vor ihnen tauchte Ceres wie aus dem Nichts auf und wuchs langsam wie eine Blume im Zeitraffer. Das Vibrieren des Schiffes hatte nun gänzlich ausgesetzt und Jackies synthetische Computerstimme lies verlauten: »Transeuklid-Antrieb heruntergefahren.«
Nun waren sie nur noch wenige tausend Kilometer von dem Zwergplaneten entfernt.
»Ceres ist das größte Objekt hier im Haupt-Asteroidengürtel«, erinnerte sich Jason laut. »Fast tausend Kilometer im Durchmesser, das entspricht in etwa dem Drittel der Größe von Europa.«
Doch einen weiteren kleinen Asteroiden mussten sie noch passieren, ehe sie Ceres erreichen würden – ein namensloser kleiner Gesteinsbrocken, mit wenigen Kilometern Durchmesser, der bemerkenswert viel Ähnlichkeit mit einer überdimensional großen Kartoffel aufwies.
»Die Piraten suchen dich, weil du die Explosion überlebt hast«, sagte Jason nun, da sich Amy ihm wieder zuwandte. »Und sie werden nicht ruhen, ehe sich dich nicht gefunden haben.«
Amy war entsetzt. Doch bevor Jason Weiteres erklären konnte, wurde die Chakotay mitsamt ihren Insassen durchgeschüttelt und der Computer meldete: »Feindlicher Angriff.«

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