Ein Feuer brennt

9 Oktober 2008 at 11:23 (Lyrik) (, , , )

»Ein Feuer brennt«

Ich lauf umher in dieser Nacht,
find keine Rast und keine Ruh.
Ich wähle diesen Weg bedacht,
ich lauf umher und schaue zu.
Ein Feuer brennt, so heiß und wild,
zieht mich sofort in seinen Bann,
und nur der Weg die Neugier stillt,
und nur das Licht, es zieht mich an.
Es wärmt, setz ich die Schritte fort,
es leuchtet meinem künft`gen Weg.
Doch fällt ein Schatten auf den Ort
dem ich manch sichren Gang aufleg.
Es lodert, wärmt mein kaltes Herz,
es knistert, füllt die stille Nacht,
und nimmt den grauenhaften Schmerz,
schnürt meine Wunden süß und sacht.

Ich lauf umher um dieses Brennen,
leg all Hoffnung in dies Licht.
Mit jedem Schritt kann ich’s erkennen:
langsam stirbt die Zuversicht.
Flammen stürzen bald hernieder,
mich lebendig zu verspeisen,
Schmerz durchfährt all meine Glieder,
und die Qualen mich zerreisen.
Sehnsucht hat mich doch geblendet,
Wärme hat mich doch gebannt,
doch dieser Weg hat bald geendet,
und mich auf Ewigkeit verbrannt.

2 Kommentare

  1. Chii sagte,

    Hey ein echt schönes Gedicht.
    Doch wie kam es dazu?
    Sonst schöne Formulierungs-/Ausdrucksart..ich könnte das nicht mehr so gut, finde es reimt sich auch immer schön und ist tiefgründig und halt…nun…nicht so dahin geschrieben =) Gefällt mir.

  2. Cauti sagte,

    danke :)
    das gedicht war ja schon länger geplant. die zweischneidigkeit des feuers kann man ja auf mehrere dinge beziehen und so ist es auch gedacht. für mich hat die bedeutung des feuers seinen eigenen sinn.
    aber ich muss zugeben, dass mir das schreiben teilweise schwer fiehl und ich diesmal lange brauchte…

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