Die Teufelskreis…
…-Schleife ist eine while-Schleife die niemals abbricht. So zusagen eine repeat-Schleife ins Unendliche. Oder doch eher eine If-Anweisung?
Na wie auch immer. Auf jeden Fall ist die Teufelskreis-Schleife ein Konzept, welches es schon längst verdient hat Einzug in moderne Programmiersprachen zu nehmen. Die Gründe liegen klar auf der Hand, immerhin ist der Teufelskreis ein natürlicher Prozess. Dessen muss sich der Mensch bewusst werden. Erst heute wurde mir dies wieder deutlich demonstriert. Nachdem mir Lord Lumpi bereits gestern einen Besuch abstattete, schwor ich mir, meinen Computer bei seinem nächsten Besuch mal unter dem Bett zu verstecken. Denn kommt der Lumpi erst einmal in Fahrt wendet er seine extrem tödliche und obendrein durchaus effektive ‘Kennst-Du-Schon-Methode’ an. Hierbei handelt es sich um ein didaktisches Prinzip welches Ende der 30er verboten wurde, da es die Schüler in den Wahnsinn trieb (aber das hatte ich ja schon seit ‘33 gesagt…)
Ein kleines Rollenspiel verdeutlicht die Effektivität und Vorgehensweise der Lump`schen KDS-Methode:
Lumpi: ‘J.Süüüüüüüüüü’
Cauti: ‘Looooooooooooord’
L: ‘Apropos Lord, kennst du schon Animation vs. Animator?’
C: ‘Nein, wow, super(); aber kennst du schon MS Astoria?’
L: ‘Faszinierend. Aber sag bloß du kennst noch nicht…’
Hier stecken wir bereits mitten in der nimmer endenden Teufelskreis-Schleife.
Anders als in einem möglichen Computrerkonzept der TKS können sich Teufelskreise im wahren Leben allerdings verengen, indem sie letztendlich in einer sogenannten Teufelsspirale enden. Dies musste mir der Tag zudem demonstrieren, als nicht nur Lumpi wie aus der Blogosphäre herabgestürzt plötzlich vor meiner Haustür stand, nein, auch der perfekt-Stefan-Raab-imitierende Matze saß wie aus dem Nichts erschienen vor meinem Rechner und summte einmal mehr die Mondscheinsonate.
Die Erfahrung zeigte, dass zwei mögliche Teufelskreisursachen in einem Raum sich mit Überlichtgeschwindigkeit schnell zu einer Teufelsspirale vereinigen können. ‘Sag bloß du kennst noch nicht…’, ‘Das musst du aber kennen…’, ‘Und hier schau dir das mal an…’
Ein mir bisher unbekannter Effekt lässt die Matze-Lumpi-Teufelsspirale jedoch nach einer gewissen Entwicklungszeit kolabieren. Notiz an mich: weitere Versuchsergebnisse durchführen. Aber nicht mehr dieses Semester…. das hält doch keiner aus.
Der Versuchsausgang dieser Beobachtung zeigte, den unerklärbaren Effekt, dass sich die ‘KDS-Methode’ irgendwann in einen ‘Kennst du schon die neue Jiu-Jitsu/Aikido-Technik?’ umwandelte. Ist dieser Punkt erreicht sollte man sehr behutsam mit seiner Wortwahl umgehen. Jeder kleinste rethorische Fehler könnte lebensbedrohliche Auswirkungen nach sich ziehen. Es zeigte sich, dass bereits bevor der ausschlaggebende Punkt dür diesen thematischen Umschwung eingeleitet war, Worte eine betrachtliche Auswirkung auf die sehr instabile zu sein scheinende Teufelsspirale haben können. So startete ich unter Anderem den Versuch die an sich belanglos klingende Wörterkette ‘Schuh, ihhh, schwitz du!’ in den Raum zu werfen. Matze wurde hellhörig: ‘Sagte jemand Jui-Jitsu?’
Das sehr instabile Ende der Teufelsspirale zeichnete sich durch wechselseitiges Erklären von Kampfsport-Moves aus, während ich weiterhin die Beobachterrolle beibehielt. Von der Sushi-Technik, über die Konnichiwa- und Kuso-Schläge bishin zum brühmt-berüchtigten Shokuji-Tritt war natürliches alles vertreten, und zum ersten mal seit ich an den Endstadion einer solchen Konversation ‘teilnahm’ wurde ich nicht als Vorführobjekt missbraucht. Anscheinend schien der Tag doch noch gut zu enden.
So viel aber zur Theorie des natürlichen Teufelskreises- bzw. der Teufelsspirale.
In Java könnte die Syntax dann wie folgt aufgebaut werden:
if (Bedingung) do teufelskreis {Anweisung}
