See You Space Cowboy Kapitel 9 – Auf ein Bier bei Murray`s
8 Januar 2009 at 11:13 (Epik, See You Space Cowboy, Stories) (Ceres, Kopfgeldjäger, Primzahlalgorithmus, Science Fiction, See You Space Cowboy, Story, Weltall)
Kapitel 9 im pdf-Format: kapitel-9
Amy schreckte auf. »Der Primzahlalgorithmus. Wir haben die Schlüssel. Jason, wir haben die Schlüssel.«
»Ja. Du warst großartig.« Jason Callahan saß neben ihr am Bett. Er lächelte so gut er es noch zustande brachte. Sein Blick war müde und seine Stimme heißer.
Amy setzte sich aufrecht. »Was ist passiert?«
»Du hast uns allen das Leben gerettet. Ohne dich wären wir nicht mehr am Leben.«
»Ich habe Durst.« Sie war erschöpft. Jason brachte ihr einen Becher mit Wasser. »Die Piraten, sie sind weg?«
»Ja, sie flüchteten. Als wir ihrem Boss den Garaus machten nahmen sie die Beine in die Hand.«
»Wie hast du das geschafft?«
»Nicht ich war es, sondern du. Du hast das Schild geknackt. Ein Treffer genügte. Ein Schiff mit durchdringbaren Schilden hält den heutigen Laserangriffen nicht stand.«
»Aber es war kein Schiff da. Ich habe es doch mit eigenen Augen gesehen.«
»Nein«, widersprach Jason, »du hast es mit eigenen Augen nicht gesehen.«
»Erklär es mir!«
Doch im selben Moment ertönte Jackies synthetische Stimme. »Ceres erreicht. Bitte Pass übermitteln.«
»Wir sind da. Ich brauche deinen Pass.«
Amy kramte in ihrer Handtasche. Sie zog einen Plastikknopf heraus und reichte ihn Jason. Reiste man in andere Systeme wurden die Passdaten kontrolliert und abgespeichert. Im Cockpit legte Jason den Pass auf einen Scanner. Die Daten wurden auf den Computer übertragen, und mit einem Knopfdruck an die zuständige Behörde in Ceres-City übermittelt.
Als Amy das Cockpit betrat staunte sie über den Zwergplaneten. Sie waren fast im Orbit und der rund tausend Kilometer große Planetoid erschien gigantisch groß. Sie waren der Nachtseite zugewandt und Ceres-City erstrahlte durch Millionen Nachtlichter. Das kleine Meer erschien schwarz und der größte Teil des Planetoiden war schlichte, graue Einöde. Im Gegensatz zu den Jupitermonden besaß Ceres nur ein Gateway, und mehr war auch niemals nötig gewesen, um den interplanetaren Verkehr zum Kleinplaneten bewältigen zu können.
Im Cockpit ertönte ein Signalton und die digitalen Pässe von Amy und Jason wurden auf dem Schirm sichtbar. Amy Cahill, las Jason, Alter: 21 Ey; Geburtsort: Noel-City, Mars; Wohnsitz: Cien, Europa, Jupiter-System; Tätigkeit: Studierende (Universität Cien).
Amy las Jasons Pass. Jason Callahan; Alter: 24 Ey; Geburtsort: Phobos-City, Phobos, Mars-System; Wohnsitz: New London, Ganymed, Jupiter-System; Tätigkeit: Kopfgeldjäger.
»Einreise gestattet«, sagte eine synthetische Stimme. »Informationen für Touristen können sie über die entsprechenden Systeme abrufen. Wir wünschen einen angenehmen Aufenthalt.«
Ein erneuter Signalton ertönte und die üblichen Daten des Himmelskörpers wurden dargelegt: »Willkommen auf Ceres. Ceres besitzt einen Äquatordurchmesser von 975 Kilometer. Die große Halbachse beträgt 2,767 AE. Ceres rotiert in neun Stunden und vier Minuten um ihre Achse. Die Synodische Umlaufzeit beträgt 467 Tage. Natürliche Fallbeschleunigung liegt bei 0,27 Meter pro Quadratsekunde. Künstliche Fallbeschleunigung ist auf 8,0 Meter pro Quadratsekunde reguliert.«
»Bloß 8,0?« Amy staunte.
»Ja. Ceres ist keine sehr wohlhabende Kolonie. Die Energiekosten für die üblichen 9,81, wie es die natürliche Fallbeschleunigung der Erde ist, überstiegen dem dafür verfügbaren Geld. Es ist ein seltsames Gefühl auf Ceres. Man fühlt sich sehr leicht.«
Jason und Amy betraten Murray`s Pub. Ian drehte sich zur Tür als sie aufschwang und erblickte seinen langjährigen Freund. »Jason!« Ian Smith war groß und gut gebaut. Er war attraktiv und ausnahmslos jedem auf den ersten Blick sympathisch. Wer ihn gut kannte, wusste von seinem sanguinischen Lebensstil und von seiner lockeren Art der Daseinsbewältigung. »Du kommst spät. Was hast du so lang getrieben? Und wo hast du Bennet gelassen?« Er schaute sich um und erblickte Amy. Jason, der seinen wandernden Blick folgte, stellte sie vor: »Das ist Amy.«
Sie lächelte verlegen.
»Da schnappst du dir ein so gut aussehendes Mädchen und stellst sie mir jetzt so nebenbei vor? Ich bin schwer enttäuscht.«
»Sie… äh… ist nicht… ich meine… wir kennen uns erst seit kurzem«, stammelte Jason.
Ian musterte Jason. Er kannte ihn gut. »Na wenn das so ist«, sagte er, »bestehen eventuelle Chancen für mich.« Ein attraktives Lächeln spielte um seine Lippen.
Niemand bemerkte Jasons entrüsteten Blick.
»Nun setzt euch schon. Was ist mit Bennet? Warum habt ihr so lang gebraucht? Ich denke, ihr habt einiges zu erzählen.«
Sie setzten sich zu ihm an den Tresen. »Lass uns erst einmal bestellen. Dann kläre ich dich auf.«
»Du hast recht«, gestand Ian. Er richtete sich an Amy: »Was möchtest du trinken? Ich lad dich ein.«
»Nein«, protestierte Jason, wie aus der Pistole geschossen. Als Folge erntete er einen amüsierten Blick von Ian und einen fragenden von Amy. »Immerhin hat sie uns heute das Leben gerettet. Das ist doch wohl einen Drink wert.«
»Nun bestellt schon. Ihr seid doch sonst nicht solche Schnatterpühner.« Murray, der Mann hinter dem Tresen, schlug gern einen forschen Ton gegenüber seinen alten Kumpels an.
Ian und Jason bestellten ein Ceranisches Bier. Amy wählte Bloody Mary.
»Okay, wo fange ich bloß an?«, Jason versuchte seine Gedanken zu sammeln, nachdem sie angestoßen hatten. »Wir waren mit Bennet unterwegs. Es waren nur noch wenige tausend Kilometer bis Ceres. Der Transeuklid-Antrieb war bereits vollkommen heruntergefahren und wir mussten lediglich noch einen kleinen Asteroiden passieren. Doch so einfach unsere Reise bis zu diesem Zeitpunkt auch war, tauchten plötzlich Piraten auf und griffen uns an.«
»Wie viele Schiffe?« Ian nippte aus seinem Glas. Die Band spielte einen uralten Song, ‚Sir Duke’ von Steve Wonder.
»Fünf. Zwei konzentrierten sich auf uns. Der Rest nahm es mit Bennet auf.«
»Sag bloß ihm ist etwas zugestoßen?«
»Nein. Er wird bald zu uns stoßen.«
Amy schaute sich in der Bar um. Sie hatte ein seltsames Gefühl, als würde sie beobachtet werden. Sie versuchte den Gedanken aus ihrem Kopf zu kriegen. Niemand wusste, wo sie war. Niemand konnte sie verfolgen.
»Es war seltsam«, erklärte Jason weiter, »Wir feuerten, doch fügten wir ihnen zu keinem Zeitpunkt Schaden zu. Ihre Schilde waren jederzeit perfekt synchronisiert. Wir ließen unsere Schildfrequenz oszilieren, doch die Piraten hatten immer die passende Schildfrequenz parat. Wir hatten keine Chance.«
»Welcher Klassentyp?«
»Angel-Klasse. Sehr neu und bestens ausgestattet. Ihre Waffen richteten deutliche Schäden an den Schilden an. Es schien aussichtslos.«
»Wieso sitzt ihr also hier?«
»Amy geschah ein Wunder in letzter Sekunde.«
Die Augen waren nun auf sie gerichtet. »Nun… ich hab wohl ihre Schilde geknackt.«
Ian blickte argwöhnisch. »Du hast was?«
»Wir haben die Schilde entschlüsselt. Mit einem Primzahlalgorithmus.«
Ian richtete sich an Jason. »Wer ist dieses Mädchen, dass sie Schilde knacken kann?«
»Sie hat eine Vorliebe für spannende Angelegenheiten.«
Amy boxte Jason auf den Oberarm. »Mathe ist gar nicht so ätzend wie du denkst.«
Jason kicherte in sein Glas. Es tat ihm gut wieder hier zu sitzen. Ian, das Bier, Amy. Irgendwie passte alles. »Der Vakuums-Scaner hat übrigens angeschlagen.«
Ian verschluckte sich beinah. »Wie bitte? Und das erzählst du hier so nebenbei?«
»Ich hielt es auch nicht für möglich. Doch ohne ihn hätten wir es viel schwerer gehabt.«
»Was ist dieser Vakuums-Scaner überhaupt?«, fragte Amy.
Jason antwortet nicht sofort. Er nippte aus seinem Bier und antwortete schließlich: »Es war eine sehr unglaubliche Idee.« Es folgte eine fast theatralische Pause. »Mein Onkel entwickelte diese Technik. Sie scant die Umgebung nach Schiffen die dem menschlichen Auge verborgen bleiben.«
»Stimmt. Ich habe dieses Schiff nicht gesehen, doch haben wir ein Kraftfeld an dieser Position entdeckt.«
Ian schien beinah sprachlos. Und dies war sehr selten, selbst wenn man viel mit ihm zu tun hatte. »Also ist es war. Die Tarntechnologie existiert.«
»Ja sie existiert. Und der Vakuum-Scaner hat dieses getarnte Schiff tatsächlich entdeckt. Unglaublich, diese Tarntechnik gilt immerhin selbst in den höchsten Wissenschaftlerkreisen als nicht umsetzbar. Die Frage ist also: Wie kommen Piraten an diese Art Technik, die der größte Teil der Welt für unmöglich hält?«
Ians Blick wurde ernst.
»Wie funktioniert dieser Scan?«, Amy interessierte sich.
Jason atmete tief. »Vor dieser Frage habe ich mich gefürchtet. Mein Onkel war Physikprofessor bevor er erblindete. Er entwickelte diese Technik. Der Scaner sucht das umliegende Vakuum praktisch nach Fehlern ab.«
»Fehler? Was für Fehler?«
»Er vermutete, dass die Tarntechnik bereits existierte. In den falschen Fingern könnte diese Technologie eine Menge Schaden anrichten. Darum machte er es sich zur Aufgabe, eine Art Gegentechnik zu entwickeln. Der Tarnschirm müsste zum einem das menschliche Auge täuschen, zum anderen aber auch die Scans überlisten.«
»Doch wie macht man ein Raumschiff unsichtbar?«, sagte Ian.
»Ja wie?«
»Nun«, antwortete Jason, »er vermutete, man könnte die Schilde mit Gravitonen füttern.«
Amy runzelte die Stirn. »Werden Gravitonen nicht für den Transeuklid-Antrieb benötigt? Ich dachte mit diesen Teilchen effektiv umzugehen wäre sehr knifflig?«
»Genau das ist der Punkt! Gravitonen zu bündeln gilt als unmöglich. Doch sicher ist heutzutage nichts mehr.« Jason nippte aus seinem Bier. »Die Gravitonen lenken das Licht um das Schiff, als wäre es nicht da. Deswegen ist es für das menschliche Auge unsichtbar. Doch die Scans zu überlisten ist schwieriger. Normalen Scans wird durch das Gravitonfeld ein Vakuum im Inneren vorgegaukelt. Doch der Vakuum-Scaner erkennt, im Gegensatz zu herkömmlichen Scans, das gefälschte Vakuum.«
»Virtuelle Teilchen«, verkündete Ian bühnengerecht.
»Das Vakuum brodelt«, sagte Amy und erinnerte sich an eine Vorlesung über Astronomie, die sie mit Kyra aus Interesse besuchte.
»Ganz richtig. Im Vakuum entstehen ständig virtuelle Teilchen. Materie und Antimaterie, die sich aber innerhalb kürzester Zeitspannen wieder anhilieren.«
»Und dieses Brodeln kann man Messen?«
»Ja. Und die Schilde können die Scaner nicht austricksen.« Jason lächelte. »Ich hätte nie gedacht, dass der Vakuum-Scan jemals Erfolg hat. Aber gerade im richtigen Moment hatte er etwas entdeckt.«
Amy hatte einen Einfall. »Diese Tarntechnik. War sie nicht eine der Theorien, wie die Explosion in der Marshauptstadt zustande kam?«
Jason und Ian nickten synchron. »Ein Meteorit der durch ein Tarnschild nicht rechtzeitig entdeckt werden konnte«, erklärte Ian. »Schließlich hatte man im Schutt der zerstörten Gebäude auch außerirdisches Gestein gefunden. Doch konnte man sich dies nie wirklich erklären. Die Theorie eines Tarnschirmes war einfach zu unwahrscheinlich.«
Jason ergänzte: »Und bis heute kennt man den wahren Grund für die Explosion nicht. Manch einer glaubt an einen terroristischen Anschlag. Andere gehen von einer Explosion aus, die durch den Test einer gefährlichen Technik heraufbeschworen wurde.«
»Aber alles auf einer gewissen Art und Weise an den Haaren herbeigezogen.«
»Aber die Tarntechnik gibt es also doch. Und die Meteoriten-Theorie wird damit sehr wahrscheinlich«, kombinierte Amy.
Jason und Ian schwiegen.
»Doch wer wollte, dass ein Meteorit mitten in der Marshauptstadt einschlägt?«
»Wohl die Leute, die dich nun versuchen zu finden«, antwortet Jason unverblümt.
Wer sind diese Leute?, wollte Amy fragen, doch genau in diesem Moment betrat Bennet die Bar. Er begrüßte Amy und Ian und drückte Jason Geld in die Hand.
»Bestens«, sagte Jason, »los, ich geb dir ein Bier aus.«
»Lass das Callahan«, sagte Bennet etwas belustigt, »ich verdiene genug, das ich mir mein Bier selbst bezahlen kann.«
»Hast du den Jackpot gezogen?«, Ian wunderte sich über diese Geldübergabe.
»Er hat mir das Leben gerettet«, erklärte Bennet. »Und einen Piraten erledigt. Und dafür gibt es eine Stange Geld von der Sicherheit.«
»Amy hat uns das Leben gerettet«, berichtigte Jason ohne dabei Amys steigende Verlegenheit zu bemerken. »Als Amy das Schild des Tarnschirmes knackte, konnte ich einen gezielten Treffer auf den Antrieb des Piraten abfeuern. Der Antrieb explodierte und das vorhandene Sicherheitsschild sperrte den Banditen in seinem Cockpit ein. Die anderen Schiffe verschwanden, wir hatten den Kopf der Bande erwischt. Bennet nahm den Piraten mit zum Revier und besorgte mir das Kopfgeld.«
»Dann kannst du endlich deine Schulden bei mir begleichen«, scherzte Ian.
»Es ist unglaublich. Diese Tarntechnik scheint es also wirklich zu geben.« Bennet war noch immer geschockt vom Kampf. »Und Black Capricorns Schiff besaß es.«
»Er war auf einem Abfangkurs mit deinem Schiff. Er wollte sich anschleichen und erledigen. Und danach wären wir dran gewesen.«
Bennet betrachtete Amy. »Dann, Cheers auf deine brillante Begleiterin!«
»Bald wird euch diese jämmerliche Freude ausgetrieben werden«, sagte eine arrogante Stimme im Pub Murray`s. Sie gehörte einer jungen blonden Frau und war von niemand sonst als ihr selbst und dem Mann, der neben ihr saß, hörbar.
Der Sänger der Jazzband stimmte einen neuen Song an, während vier kühle Augen auf das Geschehen am Tresen gerichtet waren. Die blonde Frau nippte an ihrem Cuba Libre als der Mann zu ihr sprach: »Schnappen wir sie uns, Megan?«
Megan antwortete nicht sofort. Nach einem weiteren Nippen sagte sie: »Nein. Wir warten.«
»Verzeih mir die Frage, aber wieso holen wir sie uns nicht sofort?«
»Unser Informant lag ganz richtig. Sie ist auf Ceres. Und sie werden bald zum Mars weiterreisen. Wir werden uns die Sache einfacher machen.«
Ihr Gegenüber wartete auf eine Erklärung. Doch als er merkte, dass er vergeblich wartete, fragte er: »Wie meinst du das?«
Megan grinste. Nach einer kurzen Weile sagte sie: »Sie werden früher zum Mars aufbrechen müssen, als sie es geplant hatten. Lass uns die Zügel in die Hand nehmen und etwas Katz und Maus spielen.«
»Was zum…« Jason starrte fassungslos auf seinen Kommunikator.
»Was hast du?« Ian betrachtete ihn stirnrunzelnd.
»Eine Nachricht von Drake. Walker – er will die Stadt verlassen und anscheinend untertauchen.«
»Das ist unmöglich«, entfuhr es Ian, während Amy und Bennet fragend in die Runde blickten.
Mit einem kurzem Nicken waren sich die beiden einig. »Wir müssen sofort zum Mars aufbrechen«, erklärte Ian.
»Und wir werden das Gateway benutzen«, ergänzte Jason.
»Was ist los mit euch?« Bennet stellte diese Frage als Jason und Ian von den Hockern sprangen. »Wolltet ihr nicht gerade noch bis morgen warten, um zum Mars aufzubrechen?«
Jason packte Amy am Arm, die wie gelähmt sitzen blieb. »Der Plan hat sich geändert. Wir wollten unseren Informanten überraschen, nun überrascht er allerdings uns mit dieser spontanen Flucht.«
Als würde Amy erst jetzt begreifen, dass sie in Eile waren, leerte sie ihren Drink.
»Dann wünsch ich gute Weiterreise«, sagte Bennet. Als die drei den Pub verlassen hatten leerte auch er sein Glas, begab sich in die andere Ecke der Bar und sagte: »Megan, schön dass du es geschafft hast. Wollt ihr nicht hinterher?«
Megan grinste. »Ich finde es fair der Beute einen kleinen Vorsprung zu geben.«
