Praktikumsbericht (Teil 3)
Donnerstag, 12.03.2009
Zwei Stunden Mathe am Morgen – dann saßen wir wieder am Kompetenztest der achten Klasse. Nur die fünf Tassen Kaffee, die jeder von uns als Stärkung gebrauchte, sicherten uns wie ein Geländer kurz vorm Absturz in den Abgrund der Verzweiflung. Als wir dann fertig waren, hätten wir enttäuscht sein sollen – die beste Note war eine 4; doch der Koffeinflash lies uns das Übel der Welt bis zum nächsten Morgen vergessen…
Freitag, 13.03.2009
Eigentlich könnte man der Meinung sein, dass ein Freitag der 13. keinen guten Schultag liefert. Doch wer diese Einstellung vertrat wurde eines besseren belehrt. Eine Stunde Mathe in der sechsten Klasse und anschließend zweimal Medienkunde in beiden siebten Klassen. Ein Traum – wie man den Schülern etwas beibringen kann und nebenbei auch Spaß mitbringt. Alles was man braucht ist ein bisschen trockener Humor und natürlich Ahnung vom Fach. So könnte der Lehrerberuf immer sein. Die Siebtklässlerinnen waren seltsamerweise auch viel interessierter als sonst. Muss am Thema gelegen haben. Fazit: Wir hatten richtig Spaß, und das mit nur zwei Tassen Kaffee, faszinierend!
Dienstag, 14.03.2009
Ein aufregender Tag. Nachdem mir die Begleitseminare der Uni, die immer montags stattfinden, wieder einmal den Spaß am Beruf, der sich während der letzten Woche aufgebaut hatte, zunichte machten, wurde es heute ernst. Meine ersten beiden Unterrichtsstunden standen an. In der dritten Stunde gings in die fünfte Klasse. Zusammen mit meinen Kumpels erzählten wir den Schülern von Geld. Diese kannten sich auch sehr gut damit aus. Anschließend stand ich allein vor der zehnten Klasse und erzählte über die Kosinusfunktion. Hat gefetzt. Besonders freuten sich die Schüler über meinen Ausspruch: „Das Vorzeichen ist erstmal Wurscht.“ Natürlich war Mitarbeit gefordert, und manch einer war auch gut bei der Sache. Andere musste man erst an die Tafel locken – aber es macht doch Spaß die Schüler zu ärgern ![]()
Mittags gings zur Theateraufsicht. Der Freischütz wurde aufgeführt. Wie die Schüler war ich froh, als es endlich zu ende war.
Mittwoch, 15.03.2009
Nachdem ich gestern durchs selbst unterrichten sehr gefordert war, genoß ich heute wieder die Rolle des stillen Beobachters. Die fünfte Klasse ärgerte sich etwas, dass Frau B. den regulären Unterricht wieder aufnahm, aber als Student sollte man es ja auch nicht übertreiben mit der Anstrengung…
Donnerstag, 16.03.2009
Heute hieß es nicht nur an unserer Schule, sondern an allen Schulen Thüringens „Känguruwettbewerb“. Während sich einige Schüler die Köpfe über die teilweise sehr kniffligen Aufgaben zerbrachen, hatten wir noch etwas mit dem Auswerten der Komptetenztests zu tun. Später erhielten auch wir die Känguruaufgaben. Die folgenden Unterrichtsstunden waren wir sehr an Kängurus interessiert.
Freitag, 17.03.2009
Heute hieß es wieder selbst unterrichten. Medienkunde. Diagramme in Excel. Unsere Einführung war zuegegebn etwas spärlich, doch die Schüler konnten unsere Aufgaben ohne Probleme bearbeiten. Dafür hat es aber Frau K. nicht gefallen wie wir die Stunde aufgezogen haben. Die Schüler brauchen klare Anweisungen. Nichts mit kurz erklären. Auch wenn die Anwendung klappt? Nunja… Uns hats Spaß gemacht und die Schüler hatten auch ein Lächeln auf den Lippen. Hoffentlich doch keins des Wahnsinns…

nullachtfuenfzehn0815 sagte,
24 März 2009 um 4:52
cool.
aber hoffentlich haben sich die siebtklässlerinnen auch wirklich nur für den lehrstoff begeistert. das könnte sonst probleme geben
nullachtfuenfzehn0815 sagte,
31 März 2009 um 10:24
war dein praktikum jetzt schon zu ende oder gibt´s ne fortsetzung?
Cauti sagte,
31 März 2009 um 11:11
es kommt noch eine fortsetzung. ich hoffe bald
nullachtfuenfzehn0815 sagte,
1 April 2009 um 4:03
oh ja, das hoffe ich auch