Cauti war im Radio

4 November 2009 at 9:39 (Alltag, Anekdoten, Situationen) (, , , , , , , , , , , )

Und zwar auf Sputnik.
Die waren nämlich in der Mensa an unserer Uni. In Jena herrscht momentan totales Wohnungschaos. Die Uni hat dieses Semester 5000 neue Studenten immatrikuliert (hört sich schlimm an, heißt aber nur, dass 5000 neue Gesichter über den Campus laufen), und leider wurde nicht daran gedacht, dass Jena in ganz Deutschland neben München den zweit geringsten Wohnungsleerstand hat.
Also haben natürlich nicht alle neuen Studenten eine Wohnung in Los Jenas bekommen.

Und deswegen wollte Radio Sputnik einige Studenten dazu befragen.
Der Manu und ich waren zufällig nun grad zum Essen in der Mensa, und da wollten wir natürlich auch ordentlich Kulis von Radio Sputnik abstauben (Wir haben versucht sie ganz lang mit Mathe-pseudo-intellektuellem-Zeugs vollzuquatschen, doch sie waren imun).
Resultat war, dass wir uns zu einem Live-Interview im Radio hinreißen liesen. (Natürlich waren wir voll lässig)

Moderator: „Ich habe gerade den besten Satz über das Mathematikstudium gehört: Mathematik ist interessant, aber abartig. Und von wem könnte dieses Zitat stammen, wenn nicht von zwei Mathestudenten, nämlich der Manu und der Cauti.“
Ma&C: „Tach auch.“

Mo: „In Jena ist ja grad voll der krasse Wohnungsleerstand. Wie habt ihr denn in eurer WG das Zimmer vergeben, Cauti?“
C: „Wir haben den von mir selbst konzipierten Smiley-Test durchgeführt.“

Mo: „Ja absolut. Wie geht denn der Smiley-Test?“
C: „Die Aufgabe war, neben Name und Adresse, den schönsten Smiley wo gibbet auf einen Notizzettel zu kritzeln.“

Mo:“Wow indeed. Und wer hat das Zimmer dann bekommen?“
C: „Es waren sogar n+1 für n=1 Zimmer. Und zwei Mädels haben diese bekommen.“

Mo:“Ja warum wundert mich das jetzt gar nicht?“
C:“Weiß nich? Warum?“

Mo:“Und wie war das bei dir, der Manu? Wie viele musstet ihr euch anschauen, ehe ihr euch entschieden hattet?“
Ma:“n <= 10″

Mo:“Und das wurde wurde dann natürlich nach Sauberkeit und Anstandt ausgewählt, und nicht nach anderen Eigenschaften?“
Ma:“Eigenwerten? Hä?“

Mo:“Ihr seid ja beide, wie die Mädels wohl sagen würden, richtige Schnuckelchen. Seid ihr beide denn noch zu haben?“
C&Ma unisono: „Nö.“

Mo:“Das tut mir leid für die Frauen, aber vielleicht tanzt ihr ja zu solcher Musik auch gern.“

Hier spielte der Mo Musik ein. Also sowas was für ihn Musik war. Für uns nich, wir hören Musik. Also für uns. Für ihn nicht.
Er fragte, ob wir zu solch Musik auch tanzen würden. Wir antworteteten diplomatisch „Fallunterscheidung“, aber wie ein guter Moderator nunmal so ist, ließ er sich davon nicht abbringen.

Dann waren wir erlöst, ein Lächeln spielte uns um die Lippen und wir gingen essen. Und wir waren ganz cool…

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Zu Hülf!

2 Juni 2009 at 5:21 (Anekdoten, Lustiges, Quatsch) (, , , , , , )

Zum Männertag war ich mit meinen Homies Pro und Micha unterwegs.
Wir lagen an der Kiesgrube und sonnten uns knackig rot, wie ein Hummer, dachten das wäre besser wenn wir schwimmen gehen wollten.

Wie dem auch sei, Alkohol war auch im Spiel. Nachdem mir zwei fremde Leute drei Bier schenkten (der Mathematiker würde nun sagen: Wow, 2 aufeinander folgende Fibonacci-Zahlen, das kann kein Zufall sein – und das war es auch nicht. war ja deterministisch), kam es in meinem Gehirn zur Zerstörung einiger Neuronen. Anscheinend war eine dieser Zellen mit dem Reizwort „Decke“ belegt, und ein weiteres damit verknüpftes „nicht vergessen“.
Nun, offenbar waren diese beiden Neuronen eine echte Teilmenger der Neuronen, die ich zerstörte, denn ich vergass meine Decke beim anschließenden Grillen bei Micha.

Nun erreichte mich folgende Nachricht über Mail:

Ich habe deine Kuscheldecke
noch ist so flauchig, weich und in einem Stück
wenn das so bleiben soll
und du sie wohlbehalten wieder sehen willst
dann schicke eine SMS mit: Lösegeld,
an die 0190-Entführer

AGB:
3.99€ pro SMS, Fremdnetz kann abweichen.

Was soll ich jetzt tun? Sie ist weg! Und die SMS hat 4,99€ gekostet.
So ein Betrug… :(

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Praktikumsbericht (Letzter Teil)

6 April 2009 at 8:16 (Anekdoten) (, , , , )

Liebes Praktikumstagebuch,

die letzten zwei Wochen meines Praktikums vergingen so schnell, das ich leider kaum Zeit hatte mich um dich zu kümmern. Nein, hör mir erst zu bevor du antwortest!
Nun hieß es fast jeden Tag selber unterrichten, was für einen Neuling sehr viel Arbeit bedeutet. Zwar hielt ich nicht viel von stundenlangen Unterrichtsvorbereitungen, wie wir es an der Uni gelernt hatten, aber seine Zeit nahm es doch in Anspruch. Meist wurde die Vorbereitung aber erst frühs im Auto komplettiert (daher der Begriff „Autodidaktik“).

Ich sammelte die unterschiedlichsten Eindrücke. Die Medienkundestunden, in denen es um das Erstellen von Diagrammen in Excel ging, die kaum Vorbereitung forderten, und fast aus dem Stehgreif gehalten werden konnten, dem gegenüber die Mathematikstunden, die gut vorbereitet sein sollten, in denen ich den Fünftklässlern über spitze und stumpfe Winkel erzählte – und die schwierige neunte Klasse, in der die Stundenvorbereitung umsonst war, da die Stunde dem fehlenden Vorwissen der Schüler angepasst werden musste.

Ein sehr interassanter Einblick in meinen späteren Beruf, und als Fazit bleibt doch Goethes Zitat, dass uns schon unser Informatikdidaktikprofesser ans Herz legte: „Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.“ – Wobei letzteres etwas übertrieben ausgedrückt ist.
Auf Bald, dein Cauti.

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Praktikumsbericht (Teil 3)

24 März 2009 at 4:23 (Anekdoten) (, , , , )

Donnerstag, 12.03.2009
Zwei Stunden Mathe am Morgen – dann saßen wir wieder am Kompetenztest der achten Klasse. Nur die fünf Tassen Kaffee, die jeder von uns als Stärkung gebrauchte, sicherten uns wie ein Geländer kurz vorm Absturz in den Abgrund der Verzweiflung. Als wir dann fertig waren, hätten wir enttäuscht sein sollen – die beste Note war eine 4; doch der Koffeinflash lies uns das Übel der Welt bis zum nächsten Morgen vergessen…

Freitag, 13.03.2009
Eigentlich könnte man der Meinung sein, dass ein Freitag der 13. keinen guten Schultag liefert. Doch wer diese Einstellung vertrat wurde eines besseren belehrt. Eine Stunde Mathe in der sechsten Klasse und anschließend zweimal Medienkunde in beiden siebten Klassen. Ein Traum – wie man den Schülern etwas beibringen kann und nebenbei auch Spaß mitbringt. Alles was man braucht ist ein bisschen trockener Humor und natürlich Ahnung vom Fach. So könnte der Lehrerberuf immer sein. Die Siebtklässlerinnen waren seltsamerweise auch viel interessierter als sonst. Muss am Thema gelegen haben. Fazit: Wir hatten richtig Spaß, und das mit nur zwei Tassen Kaffee, faszinierend!

Dienstag, 14.03.2009
Ein aufregender Tag. Nachdem mir die Begleitseminare der Uni, die immer montags stattfinden, wieder einmal den Spaß am Beruf, der sich während der letzten Woche aufgebaut hatte, zunichte machten, wurde es heute ernst. Meine ersten beiden Unterrichtsstunden standen an. In der dritten Stunde gings in die fünfte Klasse. Zusammen mit meinen Kumpels erzählten wir den Schülern von Geld. Diese kannten sich auch sehr gut damit aus. Anschließend stand ich allein vor der zehnten Klasse und erzählte über die Kosinusfunktion. Hat gefetzt. Besonders freuten sich die Schüler über meinen Ausspruch: „Das Vorzeichen ist erstmal Wurscht.“ Natürlich war Mitarbeit gefordert, und manch einer war auch gut bei der Sache. Andere musste man erst an die Tafel locken – aber es macht doch Spaß die Schüler zu ärgern ;)
Mittags gings zur Theateraufsicht. Der Freischütz wurde aufgeführt. Wie die Schüler war ich froh, als es endlich zu ende war.

Mittwoch, 15.03.2009
Nachdem ich gestern durchs selbst unterrichten sehr gefordert war, genoß ich heute wieder die Rolle des stillen Beobachters. Die fünfte Klasse ärgerte sich etwas, dass Frau B. den regulären Unterricht wieder aufnahm, aber als Student sollte man es ja auch nicht übertreiben mit der Anstrengung…

Donnerstag, 16.03.2009
Heute hieß es nicht nur an unserer Schule, sondern an allen Schulen Thüringens „Känguruwettbewerb“. Während sich einige Schüler die Köpfe über die teilweise sehr kniffligen Aufgaben zerbrachen, hatten wir noch etwas mit dem Auswerten der Komptetenztests zu tun. Später erhielten auch wir die Känguruaufgaben. Die folgenden Unterrichtsstunden waren wir sehr an Kängurus interessiert.

Freitag, 17.03.2009
Heute hieß es wieder selbst unterrichten. Medienkunde. Diagramme in Excel. Unsere Einführung war zuegegebn etwas spärlich, doch die Schüler konnten unsere Aufgaben ohne Probleme bearbeiten. Dafür hat es aber Frau K. nicht gefallen wie wir die Stunde aufgezogen haben. Die Schüler brauchen klare Anweisungen. Nichts mit kurz erklären. Auch wenn die Anwendung klappt? Nunja… Uns hats Spaß gemacht und die Schüler hatten auch ein Lächeln auf den Lippen. Hoffentlich doch keins des Wahnsinns…

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Praktikumstagebuch (Teil 2)

12 März 2009 at 8:06 (Anekdoten) (, , , , )

Die lang erwartete Fortsetzung:

Donnerstag, 05.03.2009
Liebes Praktikumstagebuch,
heute hospitierten wir nur eine Stunde Mathe, den größten Teil des Tages begleiteten wir die Klasse 10b (die ich, wie ich später erfahren sollte, bald selbst unterrichten werde) in den Fächern Biologie, Geschichte und Chemie. Seltsam, wenn man manchmal nicht mehr Ahnung vom Fach hat als die Schüler selbst.
Des Weiteren gingen wir auf die Bitte von Frau M. – falls unser Kaffekonsum echt mächtiger werden würde als der, der Lehrer – und so war dem auch – ein, und sponsorten eine Packung Kaffee und Kondensmilch. Frau H. lächelte über das Mitgebrachteund sagte, wir bräuchten doch keinen Kaffee kaufen, Studenten wären schon arm genug. Endlich ein Lehrer mit Verständnis…

Freitag, 06.03.2009
Liebes Praktikumstagebuch,
wir erhielten heute den Mathematik-Kompetenztest der sechsten Klassenstufe zum korrigieren. Freudig machten wir uns bald an die Arbeit – mit Rotstift und einer Kanne Kaffee. Die Freude hielt nicht lang in Anbetracht der schlechten Ergebnisse der Schüler – genau so wenig wie die Kanne Kaffee.
Wir einigten uns darauf, am Wochenende nicht weiter zu korrigieren – die Kaffeekosten hätten uns in Armut getrieben…

Dienstag, 10.03.2009
Liebes Praktikumstagebuch,
gestern entschieden wir uns für das Thema unserer Praktikumsaufträge. Da wir an einer Regelschule keinen Informatikunterricht hospitieren können entschieden wir uns dafür einen Vergleich des Informatikunterrichts wie wir ihn kennen, mit dem Regelschul-Äquivalent „Medienkunde“ und einem Vergleich der Lehrpläne anzustellen. Unseren Auftrag in Mathematik wollen wir über den Kompetenztest schreiben. Die Fragebögen der sechsten Klasse hatten wir heute fertiggestellt. Sehr gefreut haben wir uns über eine die Glanzleistung eines Schülers, der knapp eine 3 geschafft hatte. Prima! Der Rest waren 4en, 5en und 6en – erster Kofeinflash diese Woche…

Mittwoch, 11.03.2009
Liebes Praktkumstagebuch,
der Tag unserer ersten Unterrichtsstunde rückt immer näher. Nächste Woche stehen wir vor einer sechsten Klasse. Frau B. ließ uns die Entscheidung zwischen den Themen Geld und Zeit. Auf meinem Kommentar, „Zeit ist doch Geld“, wurde nicht weiter eingegangen. Für mich steht nächste Woche dann auch die erste Unterrichtsstunde an, die ich ganz allein halten werde. Eine zehnte Klasse… ich bin gespannt.
Weiterhin redetetn wir heute mit Frau C. – wir dürfen auch die Kompetenztests der achten Klassen kontrollieren. Natürlich machten wir uns bald ans Werk. Die bekannten Gesichter des Physikvorbereitungsraums, den wir nun kannten wie unsere eigene Lehrertasche – freuten sich sehr über unseren Fleiß und schöpften wieder etwas Vertrauen in den Status des Studenten. Im Scherz wurde erwähnt, wir könnten auch die Mathematikolympiade, den Kängurutest und die Mathematikvorprüfung kontrollieren. Wir nahmen dieses Angebot begeistert an – so viel wie wir kontrollieren haben wir bald die absolute Kontrolle.

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Praktikumstagebuch (Teil 1)

4 März 2009 at 9:46 (Anekdoten) (, , , , , )

Am Montag begann mein fünfwöchiges Praktikum an einer Regelschule, das ich zusammen mit zwei Freunden seitdem wacker bestreite.
Natürlich gehört zu solch einem Praktikum auch ein ausführlicher Praktikumsbericht, und so haben wir vom Institut für Erziehungswissenschaft unter Anderem den Auftrag bekommen, jeden Tag eine kleine Geschichte in unser „Praktikumstagebuch“ zu schreiben.
Die Idee fetzte mir, und natürlich konnte ich mir beim Schreiben einen Bissen Humor nicht verkneifen. Na gut, besser ein Menu Humor :D
Sowas darf natürlich hier nicht fehlen:

Montag, 02.03.2009
Liebes Praktikumstagebuch,
nachdem wir letzten Dienstag, als wir uns in unserer Praktikumsschule vorstellen sollten, erfuhren, dass wir bereits einen Tag zuvor anwesend sein sollten, hatten wir heute keine Probleme mit der Pünktlichkeit. Der Grund dafür ist ganz einfach, denn unser erster Praktikumstag war ein freier. Diesen Umstand hatten wir einem der drei freien Schultage zu verdanken, die sich jede Schule eigens einteilen kann.
Fazit: Das Praktikum läuft gut bisher.

Dienstag, 03.03.2009
Liebes Praktikumstagebuch,
nun fing das Praktikum richtig an. Unsere Betreuerin Frau M. fällt die erste Woche wegen Krankheit leider aus, so dass unser Stundenplan neu erarbeitet werden musste. Dies übernahm Frau S. nach der sechsten Unterrichtsstunde. Wegweiser für unseren ersten Tag war ein kleiner Zettel, der Räume und die entsprechenden Lehrer stets für uns bereit hielt. Auch wenn ab und an nicht alle Infromationen stimmten, und wir oft Probleme hatten die Räume innerhalb der kurzen Pausen zu finden, nannten wir ihn doch bald erfürchtig: „den Zettel“.

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