Gottesbeweis – oder regiert der Zufall?
Einem Menschen in diesem Universum bleibt nichts übrig als an Gott zu glauben. Oder an den Zufall. Oder an beides.
Mein Gedankenexperiment befasst sich mit der grundlegenden und rein intuitiven Annahme, dass das Universum vollkommen deterministisch ist. Überall herrscht das Ursache-Wirkungs-Prinzip. Nach dieser Annahme existiert keine Wirkung ohne eine Ursache zu haben.
Dieser Annahme wird wohl jeder logisch denkende Mensch zustimmen. Ich interessiere mich für Astronomie, weil ich im Kindesalter mit meinem Vater Star Trek geschaut habe. Ich habe im Kindesalter mit meinem Vater Star trek geschaut, weil ihn Science Fiction fasziniert. Science Fiction fasziniert ihn, weil er viel liest. Und so weiter. So kann man durch das Ursache-Wirkungs-Prinzip, vorausgesetzt das Universum ist vollkommen deterministisch, alle Wirkungen aus ihren Ursachen ableiten.
Dies führt uns aber zu einem Problem, liese sich alles streng ableiten, wären wir dann nicht einfach Marionetten eines Grundzustandes unseres Universums? Diese sich ergebende Konsequenz wird als Laplace`scher Dämon bezeichnet. Dieses fiktive „Überwesen“ könnte in einem vollkommen deterministischen Universum allein aus allen Naturgesetzen und Initialbedingungen jeden zukünftigen und vergangenen Zustand bestimmen.
Dass dies praktikabel nicht möglich ist, war Laplace selbst bewusst. Von ihm stammt das Zitat:
„Wir müssen also den gegenwärtigen Zustand des Universums als Folge eines früheren Zustandes ansehen und als Ursache des Zustandes, der danach kommt. Eine Intelligenz, die in einem gegebenen Augenblick alle Kräfte kennte, mit denen die Welt begabt ist, und die gegenwärtige Lage der Gebilde, die sie zusammensetzen, und die überdies umfassend genug wäre, diese Kenntnisse der Analyse zu unterwerfen, würde in der gleichen Formel die Bewegungen der größten Himmelskörper und die des leichtesten Atoms einbegreifen. Nichts wäre für sie ungewiss, Zukunft und Vergangenheit lägen klar vor ihren Augen.“
Diesem Überwesen (wäre es ein physikalisches Objekt) ist es, aus heutigem Stand der Wissenschaft, aus mehreren physikalischen und mathematischen Gründen allerdings nicht möglich alle Zustände abzuleiten. Allein aus der Relativitätstheorie geht hervor, dass sich Informationen nur mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten, und sich demnach ein Horizont für das Wesen ergeben würde.
Da es unserem Verstand widerstrebt eine Marionette des Urzustandes zu sein, da dies unter Anderem gegen den freien Willen jedes Menschen sprechen würde, gehen wir weiter in der Annahme und sagen: Aus dem Urzustand ist allein durch Kenntnisse über die Naturzustände nicht jeder später folgende Zustand ableitbar.
Hier ergibt sich allerdings ein Konflikt. Ist aus dem Urzustand nicht alles ableitbar, ist das Universum nicht vollkommen deterministisch, und andersherum: Ist das Universum vollkommen deterministisch, ist aus dem Urzustand alles ableitbar. Es sei denn: Das Universum hat keinen Urzustand sondern ist ein deterministischer Kreisprozess. Dies würde sich unter anderem mit existierenden kosmologischen Modellen decken. Oder es sei denn: Das Universum ist eine disjunkte Zerlegung, impliziert durch viele deterministische Kreisprozesse. Dies deckt sich allerdings nicht mit der Erfahrung, die wir von unserer Umwelt gewinnen.
Es stellt sich also die Frage: Ist das Universum vollkommen deterministisch, und lassen sich künftige Zustände nicht einfach ableiten, wie können dann neue Wirkungen entstehen? Denn nur so wäre abgedeckt, dass beide Annahmen einträten.
Ist das Universum deterministisch, brauchen die neuen Ursachen wiederrum Ursachen, diese Ursachen wiederrum Ursachen, und so weiter.
Es muss also Ursachen geben, die keiner weiteren Ursachen bedürfen. Die da wären: Ein Überwesen, das kein physikalisches Objekt wäre, (so zusagen eine Gott), da man ansonsten wieder einen Laplace`schen Dämon erzeugen würde, oder der Zufall als Ursache, der keine Ursache bedarf (Man könnte sagen: Gibt es Ursachen ohne Ursache, so heißen sie Zufall), oder es tritt beides ein.
Letzteres ist nicht der Fall, schenkt man Einstein glauben: „Gott würfelt nicht.“
Nachtrag:
Ich wurde von einem Freund, dem Matze, darauf hingewiesen, dass sich der Beitrag sehr mit einem Artikel aus der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ ähnelt.
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Ich finde es eine Frechheit, dass mein Blog bei dem Artikel auf Seite 47 („Der Dämon und der Schmetterlingseffekt“) nicht erwähnt wird, obwohl die Ähnlichkeit der Artikel so verblüffend ist, dass mein Beitrag zweifelsfrei als Vorlage für diesen gediehnt hat ![]()
Matze schlug mir daraufhin vor, für Spektrum der Wissenschaft zu arbeiten. Ich nickte geschmeichelt, sagte aber: „Nicht bei solch einem Niveau.“
Ich und das Schwarze Loch
Es ist witzig, dass man manchmal in den banalsten Alltagssituationen auf die verrücktesten Ideen kommt. Und so geschah es also, dass ich mir ganz naiv überlegte, wie man mit grundlegendem Schulwissen in Physik, den Ereignishorizont eines Schwarzen Loches berechnen könnte.
Meine Idee war nichtrelativistisch und, wie bereits erwähnt, sehr naiv, und genau deswegen hätte ich auch nie gedacht, dass ich auf das richtige Ergebnis stoße.
Und siehe da: Mein Ergebnis ist falsch. Doch war ich nicht enttäuscht, im Gegenteil, ich wunderte mich über das Ergebnis, das doch sehr viel Ähnlichkeit mit dem Soll-Ergebnis aufwies. Also suchte ich nach einem Denk-oder Rechenfehler. Letzteres habe ich nicht gefunden. Und Denkfehler könnten jede Menge in meiner naiven Vorgehensweise stecken, doch besitze ich nicht das fachliche Wissen um diese zu entdecken.
Und genau deswegen möchte ich meine Überlegungen nun darlegen, in der Hoffnung, dass irgend jemand mit etwas Ahnung diesen Eintrag lesen wird, und mich aus meiner quälenden Ungewissheit befreien könnte.
Da grundlegende Physikkentnisse ausreichen um meine Idee zu verstehen, kann sich jeder, der sich etwas dafür interessiert, den folgenden Abschnitt zu Gemüte führen.
Zu Beginn ist wohl erst einmal zu klären, was der Ereignishorizont eines Schwarzen Loches ist. Da Schwarze Löcher alles in ihrer Umgebung anziehen (sogar das Licht), muss es folglich eine Grenze im Raum geben, die das unvermeidliche Hineinstürzen eines Teilchens in die Singularität von der Außenwelt abgrenzt. Diese Grente heißt Ereignishorizont. Alles was in den Ereignishorizont gerät, stürzt unweigerlich in das Schwarze Loch.
Für einen außenstehenden Beobachter erscheint dieser Horizont schwarz, da keine Informationen und kein Licht daraus entfliehen können (Daher auch der Name ‘Schwarzes Loch’). Alle Ererignisse innerhalb dieses Raumgebietes stürzen also in die Singularität, und kein außenstehender Beobachter kann wissen, was dahinter vor sich geht.
Der Radius des Ereignishorizonts heißt Schwarzschild-Radius.
Und genau diesen Schwarzschild-Radius wollte ich für beliebige Massen eines Schwarzen Loches berechnen.
Meine Idee war, das Schwarze Loch wie ein Planetensystem zu betrachten. Den Rest des Beitrags lesen »
UFOs – Gibt es intelligentes extraterrestrisches Leben?
Ein Artikel auf web.de hat mir die Fragestellung erneut ins Gedächtnis gerufen. (siehe unten)
Getsellt wurde die Umfrage: Glauben Sie an UFOs – Gibt es außerirdisches Leben?
Ich finde es ziemlich witzig, dass diese beiden Teilfragen hiermit in einen Topf geworfen werden. Ich habe mit ja abgestimmt, und mit mir taten dies gute 80% der Teilnehmer. Ich glaube nicht, dass es schon jemals ein außerirdisches Flugobjekt auf der Erde gab – aber ich denke schon dass es extraterrestrisches Leben im Universum gibt.
Immerhin ist die Vielzahl der Galaxien und somit die der Sonnensysteme und Planeten so groß, dass wir es uns als Menschen nicht vorstellen können. Wieso also sollte es keine weitere intelligente(!) Spezies in diesem gigantisch großen Kosmos geben?
Und wer garantiert, dass nicht auch Leben existieren kann, anders als wir es kennen (also nicht auf Kohlenstoffbasis)?
Dass wir jedoch jemals Kontakt mit einer dieser Lebewesen aufnehmen werden halte ich fü ausgeschlossen…
Hier der Artikel von web.de. Es dreht sich um Sichtungen von UFOs und der Versuch diese Erscheinungn aufzuklären. Ich fand ihn ganz interessant.
So mächtig ist das Multiversum
In der neuen P.M. erschien der Artikel „So mächtig ist das Multiversum“ (Vgl. P.M. 5/08 S. 14-20) über ein kosmologisches Modell, welches besagt, dass neben unserem Universum noch weitere Universen existieren; im ganzen spricht man vom Multiversum.
Dieses Modell ist an sich nicht neu sondern kam bereits vor einigen Jahren mit der String-Theorie auf. Diese String-Theorie ist ein Welt-Modell, mit denen die Physiker versuchen die Relativitätstheorie mit der Quantentheorie zu vereinigen (die so genannte Suche nach der TOE: „Theory of Everything“ oder auch Weltformel).
Die Diskussion um dieses kosmologische Modell seien wieder neu entfacht, da ein „Loch im Universum“ gefunden wurde. Beobachtet wurde eine Stelle im Universum, in der auffällig wenig Materie zu finden ist. „45 Prozent unter dem Gesamtdurchschnitt“ heisst es in der P.M. Dies ist an sich noch nichts ungewöhnliches, da zwischen den Galaxien viele solche Räume existieren sollen, allerdings ist der Durchmesser des „Loches“ mit einer Milliarde Lichtjahre etwa tausendmal größer als erwarten und an anderen Stellen beobachtet. Die Wahrscheinlichkeit für ein solches Loch beträgt gerade mal 1,85 Prozent.
Hier nun heisst es, solle sich ein Übergang zu einem unserer „Nachbaruniversen“ befinden. Doch sollen noch mehr dieser Universen existieren. Mit dem Urknall soll sich nicht nur unser Universum sondern auch viele andere gebildet haben, und dieser Vorgang sei immer noch im Gange. Den Rest des Beitrags lesen »
Der frühe Vogel fängt den Wurm
Am letzten Dienstag war die Einschreibung zu den Uni-Sportkursen.
Natürlich wollte ich nicht so spät im Internet sein, da die Kurse immer sehr beliebt sind.
9:30 begann die Online-Einschreibung. Da ich allerdings zu Besuch in Dresden war (Bericht folgt), und ich ohnehin nicht mit einem soooo starken Ansturm rechnete, war ich 11:30 in der früh am Rechner.
Es erwartete mich blankes Entsetzen. Beide Sportkurse die ich buchen wollte waren bereits ausgebucht…
Der Kung Fu Kurs für Anfänger war mir sehr wichtig. Doch war leider kein Platz mehr frei. Was tun? Da hatte ich schon meinen Freund Kriegstopf überredet mitzumachen, und jetzt muss er dass womöglich allein durchstehen, da er den Platz bekommen hat.
Nunja, ich werde es einfach auf die Präinternet-Art handhaben und den Zen-Master persönlich besuchen, um ihn zu bitten, doch noch an dem Kurs teilnehmen zu können.
Auch der Badminton Kurs für Anfänger war bereits verbucht. Sowas aber auch! Jetzt habe ich mich kurzerhand in den Fortgeschrittenen-Kurs eingetragen. Mal sehen, ob ich da noch etwas mit meinen eingerosteten Tennis-Kenntnissen reissen kann…
Somit muss ich meinen Beitrag „Die lahmsten Bauern haben die größten Kartoffeln“ wohl wieder revidieren.
Wahrscheinlich fängt doch der frühe Vogel den Wurm
Wie vermisse ich dich!
Wie vermisse ich dich!
Ich erinnere mich zurück als wäre es gestern gewesen, als wir spielend im Park saßen. Okay, du spieltest, ich lauschte.
Wie wir durch gute und schlechte Zeiten gingen.
Wie du mich aufheitertest an schlechten Tagen.
Wie du mich traurig machtest durch deine Geschichten.
Und dabei warst du immer so wandlungsfähig.
Berichtetest mir immer wieder von neuen Welten.
Von Sehnsüchten und Gefühlen.
Von Gedanken, Idealen und Ideen, die ich selbst nie entdeckt hätte.
Wie vermisse ich dich!
Nur noch ferne Erinnerungen bleiben.
So lang scheint es her, als du gingst.
Du sagtest du würdest wieder zurück kommen. Doch sagtest du nicht wann.
Und so warte ich. Warte und denke an dich.
Und zähle die Monate. Fünf an der Zahl.
Wie lange werde ich noch warten müssen?
Dabei war doch nur ein einziger Knopf defekt…
Und nun sitze ich hier und brenne CDs.
Und ärgere mich.
Rohlinge drohen mich zu ersticken.
Wie vermisse ich dich! Mein mp3-Player.
Komm bald zurück!
Ungewiss
Warum kann man nicht mal in andere hineinblicken?
Nur für einen kurzen Moment,
und nur um zu wissen, was sie denken?
Dann hätte man keinen Grund unsicher zu sein. Man wüsste was zu tun wäre.
Und warum kann man nicht in die Zukunf schauen?
Warum kann man nicht sehen, was sie bringt?
Nur für einen kurzen Moment, und wenn auch nur vage.
Bloß damit man weiß was man tun kann. Oder was man tun muss.
Warum ist alles bloß immer so ungewiss?
Picture of my Life
Ein Song den ich nun schon seit sechs Jahren kenne regt mich immer wieder zum Nachdenken an. „Picture of my Life“ heißt dieser, von einer genialen Band namens Jamiroquai.
Das lyrische Ich beschreibt seine Lage im Leben. Es weiß nicht wohin, weiß nicht was es tun soll. Es sieht keinen Sinn mehr im Leben und sieht sich unnütze darin. Und nun fragt es den Zuhörer, ob er ihm nicht helfen könne. „So if you have a cure“ – heißt es im Lied – „To me would you please send – A picture of my life with a letter telling how it should really be instead“
hier einmal der ganze Text:
I never had a dream that I could follow through
Only tears left to stain, dry my eyes once again
I don’t know who I am, or what I’m gonna do
Been so long I’ve been hopelessly confused
This can never really end, its infinitely sad
Can someone tell me when
Something good became so bad
So if you have a cure
To me would you please send
A picture of my life
With a letter telling how
it should really be instead
The precipice is there
But will I ever dare
Throw myself in the sky, so at last I can die
See I’ve become a man
Who holds nothing too dear
Who will mind if I just disappear
This can never really end, it’s infinitely sad
Can someone tell me when
Something good became so bad
So if you have a cure
To me would you please send
A picture of my life
With a letter telling how
it should really be instead
Ich frage mich dann auch oft im Leben während einer schweren Zeit: Gibt es solch ein Bild meines Lebens? Gibt es einen Brief in dem steht, wie es am besten laufen sollte?
Wie würde alles aussehen, wenn ich mich immer richtig entschieden hätte? Was hätte es für Auswirkungen, wenn ich anstatt diesem, an der letzten Gabelung einen anderen Weg gewählt hätte? Wo würde ich nun stehen, was würde ich tun? Und wer wäre ich überhaupt?
Ein ungeheurer Gedanke, wenn man sich überlegt, dass wohl jede kleinste Handlung ein Ausmaß auf unsere Situation hat!
Doch vielleicht stellt sich diese Frage gar nicht, und das „Picture of my life“ zeigt genau mein Leben jetzt. Sprich: Gibt es Schicksal?
Für alle, die einmal in den Song reinhören möchten: Auf YouTube gibt es ein schönes Video mit ein paar Bildern vom Sänger JK dazu:

