Appeal To Reason

22 Oktober 2008 at 10:10 (Kritik, Musik) (, , )

… heißt die neue Rise Against Scheibe. Die Jungs sind seit ‘The Sufferer and the Witness’ vor wenigen Jahren auch in Europa kein unbeschriebenes Blatt mehr. Sie stehen für powervollen Punk-Rock, für schnelle Rhythmen und ansprechende Texte. Der Name ‘Rise Against’, der frei übersetzt so viel wie ’sich dagegen auflehnen’ bedeutet, deutet das politische und ökonomische Engagement der Band bereits an. So kam es, dass das ofizielle Video zum Song ‘Ready To Fall‘ vom amerikanischen MTV nicht ausgestrahlt wurde, da es unverblümt Tierquälerei und den Umgang mit der Natur kritisiert.

Doch seit den vorgänger Alben hat sich zur neuen Scheibe einiges verändert. Die Musik ist ruhiger geworden, ohne dabei aber an Ausdruck zu verlieren. Mit mehr Gefühl auf Melodie, ja teilweise sogar auf Melancholie brennen sich die Lieder ins Hirn. Songs, die typisch nach Rise Against klingen, wie der Opener ‘Collapse’, ‘Kotov Syndrome’ oder ‘Entertainment’ wirken dennoch erfrischen neu und gleichzeitig eingängig. Und auch das erste Video des Album zum Song ‘Re-Education (Through Labor)‘ fasziniert.

Nach mehrmaligem Hören sind es aber gerade die ‘untypischen’ Songs, die mich begeisterten. ‘Savior’, ein so gelungener Song, der einem erst nach und nach bewusst wird. ‘Audience of One’, das eine unglaublich melancholische Stimmung erzeugt, oder ‘Historia Calamitatum’, der Bonus-Song der Spezial-Edidtion, sind nur einige Beispiele.

Zu Beginn jedoch störte mich die neue Facette der Band. Ich erwartete ein, wie gewohntes, powervolles, energiegeladenes Album. Doch die Songs sind langsamer geworden, Rise Against haben sich neu definiert. Und das Konzept klappt! Wer die Band ohne Voreinschätzung kennt, und Punk-Rock/Pop mag, wird dieses Album lieben. Altbekannte Fans der Band müssen sich umgewöhnen. Das lohnt sich aber!

Wer zu diesem Album greift mach keinen Fehler! :)

Weitere Videos:
Prayer of the Refugee
Give it All
The Goof left Undone
Swing Life Away
Heaven Knows
Paper Wings Live

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Weltuntergang am 21.10.2008

15 Juli 2008 at 10:24 (Kritik, Nachdenkliches, Weltall, Wissen) (, , , , )

„Forscher spielen Gott“ heißt eine der Schlagzeilen im aktuellen P.M.-Magazin.
Thema des Artikels ist das berüchtigte Experiment von CERN. Die letzten Jahre wurde der größte Teilchenbeschleuniger der Welt in der Schweiz unterirdisch geplant und gebaut (7 Milliarden Euro Entwicklungskosten). Der riesige kreisförmige Teilchenbeschleuniger hat einen Umfang von 27 km. Mit ihm sollen kleine Atomkerne auf bis zu 99,9% der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden und anschließend zusammenprallen.

Ziel des Experiments ist es die Bedingungen des Urknalls zu simulieren. Natürtlich kann der Urknall an sich nicht simuliert werden, doch soll der Teilchenbeschleuniger von CERN die Bedingungen 10^-12 Sekunden nach dem Urknall „nachbilden“.
Die Erwartungen an das Experiment sind hoch. Immerhin gibt es unzählige Fragen in der Physik die ungeklärt sind. Zum Beispiel „Warum gibt es überhaupt Materie“, „Wie entstand das Weltall“ oder „Warum sind Dinge überhaupt schwer?“ Den Rest des Beitrags lesen »

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Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

23 Mai 2008 at 12:04 (Filme, Kritik) (, , , )

Gestern abend traf ich mich mit Jack endlich mal wieder zum Kinobesuchen. Lang lang war es her, als wir dass das letzte mal gemacht haben. Und dabei waren wir letztes Semester so gut wie jede Woche im Kino…
Aber umso größer war natürlich die Vorfreude auf den vierten Teil von Indiana Jones.
Ich bin kein Experte wenn es um Harrison Ford in der Rolle des Archäologieprofessors geht. Von den drei Vorgängern habe ich lediglich den letzten Kreuzzug gesehen. Doch dieser Film hatte mich wirklich fasziniert. Auch wenn er bereits zwanzig Jahre auf dem Buckel hatte, die Handlung, die Dialoge und die Witze haben einfach gepasst.
Vom Kristallschädel war ich allerdings etwas enttäuscht. Natürlich war der Streifen im Vergleich zum älteren Bruder wesentlich Postmoderner geprägt (logisch!), obwohl die Handlung des Filmes 1958 spielte, doch gerade deswegen hab ich erwartet, dass mir der Streifen besser gefallen wird.

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So mächtig ist das Multiversum

21 April 2008 at 3:59 (Gedanken, Kritik, Weltall, Wissen) (, , , , , , )

In der neuen P.M. erschien der Artikel „So mächtig ist das Multiversum“ (Vgl. P.M. 5/08 S. 14-20) über ein kosmologisches Modell, welches besagt, dass neben unserem Universum noch weitere Universen existieren; im ganzen spricht man vom Multiversum.
Dieses Modell ist an sich nicht neu sondern kam bereits vor einigen Jahren mit der String-Theorie auf. Diese String-Theorie ist ein Welt-Modell, mit denen die Physiker versuchen die Relativitätstheorie mit der Quantentheorie zu vereinigen (die so genannte Suche nach der TOE: „Theory of Everything“ oder auch Weltformel).
Die Diskussion um dieses kosmologische Modell seien wieder neu entfacht, da ein „Loch im Universum“ gefunden wurde. Beobachtet wurde eine Stelle im Universum, in der auffällig wenig Materie zu finden ist. „45 Prozent unter dem Gesamtdurchschnitt“ heisst es in der P.M. Dies ist an sich noch nichts ungewöhnliches, da zwischen den Galaxien viele solche Räume existieren sollen, allerdings ist der Durchmesser des „Loches“ mit einer Milliarde Lichtjahre etwa tausendmal größer als erwarten und an anderen Stellen beobachtet. Die Wahrscheinlichkeit für ein solches Loch beträgt gerade mal 1,85 Prozent.
Hier nun heisst es, solle sich ein Übergang zu einem unserer „Nachbaruniversen“ befinden. Doch sollen noch mehr dieser Universen existieren. Mit dem Urknall soll sich nicht nur unser Universum sondern auch viele andere gebildet haben, und dieser Vorgang sei immer noch im Gange. Den Rest des Beitrags lesen »

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