Am Anfang war…
Harald Lesch (bekannt durch die TV-Sendungen Alpha Centauri und Forschung Aktuell), der Chuck Norris der Astronomie, kommt nach Jena
Nächsten Mittwoch (der 06.05.2008) um 19.00 Uhr in den Rosensäalen.
„Am Anfang war…“ heißt die Veranstaltung, und vertreten ist außerdem ein Theologe. Mit Wein und Jazz wird dies wohl eine gute Diskussionsrunde ergeben.
Ich bin dabei. Wer kommt mit?
Audience of One
Rise Against veröffentlichten in den letzten Tagen ein neues (und sehr kritisches) Video zu einen meiner Lieblingssongs des neuen Albums „Appeal to Reason„
Für Interessierte gibts hier den Songtext: Den Rest des Beitrags lesen »
Soon it will be cold enough to build fires
heißt die Platte von Emancipator.
wurzel hatte sich hier schon darüber ausgelassen, wie chillig die musik ist. Ich bin gar nicht der Fan von Chill-out-Musik, aber dieses Album hatte mich wirklich gepackt. Bekommen hatte ich es vom Matze, der mir die Musik in einer Informatik-Vorlesung schmackhaft machte
Reinhören und genießen:
BTW: Wünsche guten Rutsch ins neue Jahr!
Breakdown
Seether
haben ein neues Video gedreht. „Breakdown“ heißt der Spaß und ist auf ihrem 2007 erschienenen Album „Finding Beauty in Negative Spaces“ zu finden.
Wirklich ein super Song. Und das Video erst! Angucken!
Ich habe den Text des Songs frei übersetzt, da er einen wirklich interessanten Inhalt bietet. Der Song hat mich wirklich lang begleitet, das ganze Album sogar begleitete mich durch eine traurige Zeit.
Seether – Breakdown
Die Sonne ist verschwunden und die Blumen verfaulen
Worte sind Welten zwischen uns
Und ich hätte ertrinken sollen, in den Flüssen der Verlorenen, die ich fand
Und ich hätte mich schlecht fühlen sollen, als du mich unsicher machtest
Also mach mich fertig, wenn es dir dadurch besser geht
Und hasse mich, wenn es dich glücklich macht
Du kannst mich fertig machen, falls es all deine Kraft erfordert,
Denn ich bin so viel mehr, als es auf den ersten Blick scheint
Und ich bin derjenige, dem du nie vertrauen kannst
Denn Wunden geben unser Innerstes preis
Und ja, ich hätte versuchen können mein Leben mit dir zu teilen
Aber was für eine Verschwendung der Zeit, als die Welt, die wir teilten, bloß deine war
Gottesbeweis – oder regiert der Zufall?
Einem Menschen in diesem Universum bleibt nichts übrig als an Gott zu glauben. Oder an den Zufall. Oder an beides.
Mein Gedankenexperiment befasst sich mit der grundlegenden und rein intuitiven Annahme, dass das Universum vollkommen deterministisch ist. Überall herrscht das Ursache-Wirkungs-Prinzip. Nach dieser Annahme existiert keine Wirkung ohne eine Ursache zu haben.
Dieser Annahme wird wohl jeder logisch denkende Mensch zustimmen. Ich interessiere mich für Astronomie, weil ich im Kindesalter mit meinem Vater Star Trek geschaut habe. Ich habe im Kindesalter mit meinem Vater Star trek geschaut, weil ihn Science Fiction fasziniert. Science Fiction fasziniert ihn, weil er viel liest. Und so weiter. So kann man durch das Ursache-Wirkungs-Prinzip, vorausgesetzt das Universum ist vollkommen deterministisch, alle Wirkungen aus ihren Ursachen ableiten.
Dies führt uns aber zu einem Problem, liese sich alles streng ableiten, wären wir dann nicht einfach Marionetten eines Grundzustandes unseres Universums? Diese sich ergebende Konsequenz wird als Laplace`scher Dämon bezeichnet. Dieses fiktive „Überwesen“ könnte in einem vollkommen deterministischen Universum allein aus allen Naturgesetzen und Initialbedingungen jeden zukünftigen und vergangenen Zustand bestimmen.
Dass dies praktikabel nicht möglich ist, war Laplace selbst bewusst. Von ihm stammt das Zitat:
„Wir müssen also den gegenwärtigen Zustand des Universums als Folge eines früheren Zustandes ansehen und als Ursache des Zustandes, der danach kommt. Eine Intelligenz, die in einem gegebenen Augenblick alle Kräfte kennte, mit denen die Welt begabt ist, und die gegenwärtige Lage der Gebilde, die sie zusammensetzen, und die überdies umfassend genug wäre, diese Kenntnisse der Analyse zu unterwerfen, würde in der gleichen Formel die Bewegungen der größten Himmelskörper und die des leichtesten Atoms einbegreifen. Nichts wäre für sie ungewiss, Zukunft und Vergangenheit lägen klar vor ihren Augen.“
Diesem Überwesen (wäre es ein physikalisches Objekt) ist es, aus heutigem Stand der Wissenschaft, aus mehreren physikalischen und mathematischen Gründen allerdings nicht möglich alle Zustände abzuleiten. Allein aus der Relativitätstheorie geht hervor, dass sich Informationen nur mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten, und sich demnach ein Horizont für das Wesen ergeben würde.
Da es unserem Verstand widerstrebt eine Marionette des Urzustandes zu sein, da dies unter Anderem gegen den freien Willen jedes Menschen sprechen würde, gehen wir weiter in der Annahme und sagen: Aus dem Urzustand ist allein durch Kenntnisse über die Naturzustände nicht jeder später folgende Zustand ableitbar.
Hier ergibt sich allerdings ein Konflikt. Ist aus dem Urzustand nicht alles ableitbar, ist das Universum nicht vollkommen deterministisch, und andersherum: Ist das Universum vollkommen deterministisch, ist aus dem Urzustand alles ableitbar. Es sei denn: Das Universum hat keinen Urzustand sondern ist ein deterministischer Kreisprozess. Dies würde sich unter anderem mit existierenden kosmologischen Modellen decken. Oder es sei denn: Das Universum ist eine disjunkte Zerlegung, impliziert durch viele deterministische Kreisprozesse. Dies deckt sich allerdings nicht mit der Erfahrung, die wir von unserer Umwelt gewinnen.
Es stellt sich also die Frage: Ist das Universum vollkommen deterministisch, und lassen sich künftige Zustände nicht einfach ableiten, wie können dann neue Wirkungen entstehen? Denn nur so wäre abgedeckt, dass beide Annahmen einträten.
Ist das Universum deterministisch, brauchen die neuen Ursachen wiederrum Ursachen, diese Ursachen wiederrum Ursachen, und so weiter.
Es muss also Ursachen geben, die keiner weiteren Ursachen bedürfen. Die da wären: Ein Überwesen, das kein physikalisches Objekt wäre, (so zusagen eine Gott), da man ansonsten wieder einen Laplace`schen Dämon erzeugen würde, oder der Zufall als Ursache, der keine Ursache bedarf (Man könnte sagen: Gibt es Ursachen ohne Ursache, so heißen sie Zufall), oder es tritt beides ein.
Letzteres ist nicht der Fall, schenkt man Einstein glauben: „Gott würfelt nicht.“
Nachtrag:
Ich wurde von einem Freund, dem Matze, darauf hingewiesen, dass sich der Beitrag sehr mit einem Artikel aus der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ ähnelt.
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Ich finde es eine Frechheit, dass mein Blog bei dem Artikel auf Seite 47 („Der Dämon und der Schmetterlingseffekt“) nicht erwähnt wird, obwohl die Ähnlichkeit der Artikel so verblüffend ist, dass mein Beitrag zweifelsfrei als Vorlage für diesen gediehnt hat ![]()
Matze schlug mir daraufhin vor, für Spektrum der Wissenschaft zu arbeiten. Ich nickte geschmeichelt, sagte aber: „Nicht bei solch einem Niveau.“
Weltuntergang am 21.10.2008
„Forscher spielen Gott“ heißt eine der Schlagzeilen im aktuellen P.M.-Magazin.
Thema des Artikels ist das berüchtigte Experiment von CERN. Die letzten Jahre wurde der größte Teilchenbeschleuniger der Welt in der Schweiz unterirdisch geplant und gebaut (7 Milliarden Euro Entwicklungskosten). Der riesige kreisförmige Teilchenbeschleuniger hat einen Umfang von 27 km. Mit ihm sollen kleine Atomkerne auf bis zu 99,9% der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden und anschließend zusammenprallen.
Ziel des Experiments ist es die Bedingungen des Urknalls zu simulieren. Natürtlich kann der Urknall an sich nicht simuliert werden, doch soll der Teilchenbeschleuniger von CERN die Bedingungen 10^-12 Sekunden nach dem Urknall „nachbilden“.
Die Erwartungen an das Experiment sind hoch. Immerhin gibt es unzählige Fragen in der Physik die ungeklärt sind. Zum Beispiel „Warum gibt es überhaupt Materie“, „Wie entstand das Weltall“ oder „Warum sind Dinge überhaupt schwer?“ Den Rest des Beitrags lesen »
Not pr0n
…ist der Name eines der schwersten Rätsel des Internets.
Ähnlich einer Schnitzeljagd mit dem Webbrowser muss der Spieler durch Hinweise die von Bildern, Sprüchen bis hin zu Audiodatein reichen Benutzername und Passwort zum weiterkommen verwenden.
Mehr als 10 Millionen Besucher versuchten sich bereits an den 139 Leveln, doch lediglich 161 haben das komplette Rätsel geknackt.
Benötigt werden einige Kenntnisse in Audio- und Bildbearbeitung, HTML-Entwicklung und ein gekonnter Umgang mit dem Computer.
Wen ich jetzt neugierig gemacht habe, der kann sich an den ersten Leveln versuchen:
Not pr0n
Die Bezeichnung not pr0n steht übersetzt (aus dem Englischen und der Internet-Sprache
) für „Nicht pornographisch“
Der frühe Vogel fängt den Wurm
Am letzten Dienstag war die Einschreibung zu den Uni-Sportkursen.
Natürlich wollte ich nicht so spät im Internet sein, da die Kurse immer sehr beliebt sind.
9:30 begann die Online-Einschreibung. Da ich allerdings zu Besuch in Dresden war (Bericht folgt), und ich ohnehin nicht mit einem soooo starken Ansturm rechnete, war ich 11:30 in der früh am Rechner.
Es erwartete mich blankes Entsetzen. Beide Sportkurse die ich buchen wollte waren bereits ausgebucht…
Der Kung Fu Kurs für Anfänger war mir sehr wichtig. Doch war leider kein Platz mehr frei. Was tun? Da hatte ich schon meinen Freund Kriegstopf überredet mitzumachen, und jetzt muss er dass womöglich allein durchstehen, da er den Platz bekommen hat.
Nunja, ich werde es einfach auf die Präinternet-Art handhaben und den Zen-Master persönlich besuchen, um ihn zu bitten, doch noch an dem Kurs teilnehmen zu können.
Auch der Badminton Kurs für Anfänger war bereits verbucht. Sowas aber auch! Jetzt habe ich mich kurzerhand in den Fortgeschrittenen-Kurs eingetragen. Mal sehen, ob ich da noch etwas mit meinen eingerosteten Tennis-Kenntnissen reissen kann…
Somit muss ich meinen Beitrag „Die lahmsten Bauern haben die größten Kartoffeln“ wohl wieder revidieren.
Wahrscheinlich fängt doch der frühe Vogel den Wurm
Wer die Vergangenheit verneint, der verneint die Zukunft
„Wenn die Wurzeln einer Eberesche nicht tief reichen, dann trägt sie keine Krone.“
Aus „Das Ferne Ufer“ von Ursula K. Le Guin



