Wolfram Alpha – zur Bibliothek des Weltwissens
Diese Woche ist eine faszinierende Seite onlinge gegangen.
Die Seite berechnet euch alle eure Eingaben. Das klingt nun erstmal einfach nach einen Taschenrechner, aber wenn ihr unten stehende Beispiele einfach mal ausprobiert, wird euch bewusst werden, was ich eigentlich sagen will
Beispiele:
- Gebt ein Datum ein. Zum Beispiel euer Geburtsdatum
- Gebt zwei Städte, getrennt durch ein Komma, ein. Bsp: Jena, New York
- Gebt zwei Obssorten an: 1 apple + 2 oranges
- Gebt Noten ein:C Eb G C
- oder probiert euch einfach aus: time in tokyo, 100 nearest stars, 5 largest countries, weather Berlin, „einstein, planck“,_al__la__, …
probiert euch aus, ihr werdet die seite lieben
Am Anfang war…
Harald Lesch (bekannt durch die TV-Sendungen Alpha Centauri und Forschung Aktuell), der Chuck Norris der Astronomie, kommt nach Jena
Nächsten Mittwoch (der 06.05.2008) um 19.00 Uhr in den Rosensäalen.
„Am Anfang war…“ heißt die Veranstaltung, und vertreten ist außerdem ein Theologe. Mit Wein und Jazz wird dies wohl eine gute Diskussionsrunde ergeben.
Ich bin dabei. Wer kommt mit?
Das Geheimnis der Primzahlen
Was waren gleich Primzahlen?
Primzahlen sind Zahlen, die genau zwei Teiler besitzen, sie sind also immer durch 1 und sich selbst teilbar.
Und was ist daran so besonders?
Das besondere daran ist, dass man die Primzahlen nicht weiter zerlegen kann, während man alle anderen Zahlen – die die nämlich mehr als zwei Teiler besitzen – in ihre „Einzelteile“ zerlegen kann. Und diese „Einzelteile“ sind nämlich die Primzahlen.
Die Primzahlen sind also eine Art Gerüst der natürlichen Zahlen. Oder die Atome der natürlichen Zahlen – wie ein Physiker sagen würde. Aus ihnen kann man alle anderen natürlichen Zahlen aufbauen. So ist zum Beispiel 10 = 2 * 5. Die Primzahlen 2 und 5 bilden die 10, die also keine Primzahl ist.
Dies ist auch genau der Fundamentalsatz der Arithmetik: Jede Zahl lässt sich in eindeutig mit seiner Primfaktorzerlegung darstellen.
Wie lauten also die ersten Primzahlen?
2, 3, 5, 7, 11, 13, 17, 19, 23, 29, 31, 37, 41, 43, 47, 53,…
Und warum ist 1 jetzt keine Primzahl?
Die 1 besitzt nur einen Teiler, erfüllt das Primzahlkriterium also nicht. Natürlich könnte diese Definition ganz einfach angepasst werden, aber die Mathematiker wollen gar nicht, dass 1 eine Primzahl ist. Wäre dem so, dann wäre die Primfaktorzerlegung einer Zahl nicht mehr eindeutig, man könnte ja noch unendlich viele 1en multiplizieren (das ändert ja nichts am Ergebnis). Also ist die 1 keine Primzahl, und jede Zahl besitzt somit eine eindeutige Primfaktorzerlegung (also eine Zerlegung in seine „Atome“).
Wie viele solcher Primzahlen gibt es denn?
Schon der Grieche Euklid hat vor ca. 2400 Jahren bewiesen, dass es unendlich viele Primzahlen gibt. Die Primzahlen ziehen sich also wie ein Gerüst durch die Menge der natürlichen Zahlen.
Es gibt also unendlich viele Primzahlen. Aber es gibt auch unendlich viele natürliche Zahlen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es von beiden gleich viele gibt. Klingt paradox, ist aber so.
Hä?
Unendlichkeit ist ein schwieriges Thema. Später!
Ja aber wie is das nun? Wo ist jetzt deren Geheimnis?
Deren Geheimnis steckt in ihrer Verteilung.
Im Alter von 15 Jahren untersuchte Karl-Friedrich Gauß (der Mann auf dem Zehn-Mark-Schein) wie sich die Primzahlen denn verteilen. Und er entdeckte etwas, das vor ihm noch niemand wusste. Er untersuchte die Anzahl der Primzahlen zwischen 1 und 10 und fand 4 an der Zahl. Danach suchte er zwischen 1 und 100 und fand 25 Primzahlen. Zwischen 1 und 1000 zählte er 168. Führt man dies so weiter, kann man sagen, dass die Anzahl der Primzahlen, die kleiner gleich einer natürlichen Zahl x sind, in etwa der Größe x/ln(x) entspricht.
Das nennt man Primzahlsatz und der junge Gauß hatte etwas entdeckt, was erst etwa 100 Jahre später bewiesen werden konnte.
Die Primzahlen werden „nach oben hin“ also immer weniger. Die Primzahldichte nimmt gegen unendlich ab.
Und wie finde ich nun große Primzahlen?
Genau das ist das Problem. Seit nun mehr als 2000 Jahren suchen Mathematiker nach einer Formel, die aus einer gegebenen Primzahl die nächste berechnet. Eine Formel die alle Primzahlen generieren kann. Doch bis heute wurde keine gefunden.
Während einige weitersuchen, sind andere der Meinung, dass es so eine Formel nicht gibt.
Die Suche nach einer solchen Vorschrift gehört zu den bedeutensden Problem der Mathematik.
Eine Möglichkeit eine Primzahl zu finden, ist, zu testen, wie viele Teiler sie besitzt. Das sollte für große Zahlen allerdings ein Computer machen, denn da sitzt man eine Weile. (Dies gibt es auch als so genannten Benchmark um die Systemstabilität eines Computer zu testen.)
Oder man führt einen Monte-Carlo-Test durch. Der findet eine Zahl, die dann mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Primzahl darstellt. Aber da kann man auch gleich nach Monte-Carlo fahren und sein Glück im Casino selbst versuchen.
Reicht es nicht einfach mal scharf hinzusehen?
Sieht man scharf hin, fallen seltsame Sachen auf. Zum einen gibt es, bereits bei kleineren natürlichen Zahlen, streckenweise wenig Primzahlen, während anderswo so genannte Primzahlzwillinge auftauchen. So nennt man Primzahlen, zwischen denen nur eine zusammengesetzte Zahl liegt. so wie 29 und 31.Eine kleine Lücke wäre dagegen zwischen 31 und 37, während 41 und 43 wieder Primzahlzwillinge darstellen.Allein durch hinsehen wird also schon deutlich, dass dies gar nicht so einfach ist. Und das bestätigt ja auch die Geschichte.
Wenn es schwer ist große Primzahlen zu finden, gibt es eine größte bekannte?
Die bisher größte bekannte stammt aus 2008 und lautet 243112609-1. Diese Zahl auszuschreiben würde hier den Browser sprengen, denn sie besitzt 12978189 Dezimalziffern.
Was hat das ganze jetzt mit mir zu tun?
Für den Mathematiker ist es natürlich sehr ärgerlich, dass die Primzahlen ihr Geheimnis bewahren. Der Ottonormal-Internet-Gebraucher darf sich allerdings freuen. Die Internetsicherheit beruht auf guten Verschlüsselungsverfahren (dank an die Kryptographie), und diese benutzen gern mal Primzahlen.
Das so genannte RSA-Verfahren – das sicherste Kryptoverfahren im Internet – benutzt als Schlüssel eine riesige Zahl. Standart sind 256 oder 512 Bit, das entspricht einer Zahl mit mehr als hundert Dezimalziffern. Dieser Schlüssel ist aus zwei Primzahlen zusammengesetzt. Findet man die beiden Primzahlen, die den Schlüssel ergeben, kann das Verfahren geknackt werden. Obwohl der Angreifer hier schon weiß, dass bloß zwei Primzahlen gesucht werden, ist dies ein schwieriges Unterfangen. Es ist nämlich nicht viel leichter eine genügend große Zahl in ihre Primfaktoren zu zerlegen, als eine große Zahl zu testen, ob sie nur einen Primfaktor besitzt.
Dadurch wird RSA sicher. ein 512-bit Schlüssel wurde zwar schon geknackt, aber das hat ganze 3 Tage gedauert. Größere Schlüssel sind bisher ungeknackt. Das Millitär benutzt mittlerweile 2048-bit Schlüssel.
RSA ist also sicher – zumindest so lange, wie die Primzahlen ihr Geheimnis bewahren.
Interessant. Aber gibt es denn Ansätze auf eine Vorschrift?
Vielleicht. Da gibt es die sogenannte Riemann`sche Vermutung. Der Herr Riemann war ein ganz schlauer Mensch und hat unter anderem die Riemann`sche Zetafunktion untersucht (die war damals natürlich noch nicht nach ihm benannt). Diese Zetafunktion sieht in der komplexen Zahlenebene abgebildet auch recht schön aus, wie unten zu sehen ist. Eigentlich gibt es unendlich viele dieser Funktionen, und Riemann hat ihr Verhalten unteruscht. Eine der einfachsten seiner Zetafunktionen lautet: 1 + (1/4) + (1/9) + (1/16) + (1/25) + (1/36) + … Also immer das Reziproke der Quadratzahlen summieren. Der Herr Riemann hat herausgefunden, dass dies, wenn ich das unendlich fortsetze, keineswegs unendlich ergibt. Nein, das Ergebnis lautet Pi²/6 (mit Pi ist hier die Kreiszahl gemeint).
Da haben alle gestaunt. Wie er das gemacht hat.
Aber egal. Er hat noch mehr davon gefunden. Und er hat auch die Nullstellen seiner Funktion unteruscht. Die Vermutung, die er über die Nullstellen aufgestellt hat, ist etwas zu kompliziert, und sie konnte bisher ohnehin noch nicht bewiesen werden, doch viele Vermuten, dass mit dem kompletten Verstehen dieser Funktion noch eine Menge in der Mathematik erreichbar wäre. Sie könnte durchaus angeben, wie die Primzahlen verteilt sind, oder auch aussagen, über welche Energien schwere Atome verfügen könnten.
Zetafunktion in der komplexen Zahlenebene
Gottesbeweis – oder regiert der Zufall?
Einem Menschen in diesem Universum bleibt nichts übrig als an Gott zu glauben. Oder an den Zufall. Oder an beides.
Mein Gedankenexperiment befasst sich mit der grundlegenden und rein intuitiven Annahme, dass das Universum vollkommen deterministisch ist. Überall herrscht das Ursache-Wirkungs-Prinzip. Nach dieser Annahme existiert keine Wirkung ohne eine Ursache zu haben.
Dieser Annahme wird wohl jeder logisch denkende Mensch zustimmen. Ich interessiere mich für Astronomie, weil ich im Kindesalter mit meinem Vater Star Trek geschaut habe. Ich habe im Kindesalter mit meinem Vater Star trek geschaut, weil ihn Science Fiction fasziniert. Science Fiction fasziniert ihn, weil er viel liest. Und so weiter. So kann man durch das Ursache-Wirkungs-Prinzip, vorausgesetzt das Universum ist vollkommen deterministisch, alle Wirkungen aus ihren Ursachen ableiten.
Dies führt uns aber zu einem Problem, liese sich alles streng ableiten, wären wir dann nicht einfach Marionetten eines Grundzustandes unseres Universums? Diese sich ergebende Konsequenz wird als Laplace`scher Dämon bezeichnet. Dieses fiktive „Überwesen“ könnte in einem vollkommen deterministischen Universum allein aus allen Naturgesetzen und Initialbedingungen jeden zukünftigen und vergangenen Zustand bestimmen.
Dass dies praktikabel nicht möglich ist, war Laplace selbst bewusst. Von ihm stammt das Zitat:
„Wir müssen also den gegenwärtigen Zustand des Universums als Folge eines früheren Zustandes ansehen und als Ursache des Zustandes, der danach kommt. Eine Intelligenz, die in einem gegebenen Augenblick alle Kräfte kennte, mit denen die Welt begabt ist, und die gegenwärtige Lage der Gebilde, die sie zusammensetzen, und die überdies umfassend genug wäre, diese Kenntnisse der Analyse zu unterwerfen, würde in der gleichen Formel die Bewegungen der größten Himmelskörper und die des leichtesten Atoms einbegreifen. Nichts wäre für sie ungewiss, Zukunft und Vergangenheit lägen klar vor ihren Augen.“
Diesem Überwesen (wäre es ein physikalisches Objekt) ist es, aus heutigem Stand der Wissenschaft, aus mehreren physikalischen und mathematischen Gründen allerdings nicht möglich alle Zustände abzuleiten. Allein aus der Relativitätstheorie geht hervor, dass sich Informationen nur mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten, und sich demnach ein Horizont für das Wesen ergeben würde.
Da es unserem Verstand widerstrebt eine Marionette des Urzustandes zu sein, da dies unter Anderem gegen den freien Willen jedes Menschen sprechen würde, gehen wir weiter in der Annahme und sagen: Aus dem Urzustand ist allein durch Kenntnisse über die Naturzustände nicht jeder später folgende Zustand ableitbar.
Hier ergibt sich allerdings ein Konflikt. Ist aus dem Urzustand nicht alles ableitbar, ist das Universum nicht vollkommen deterministisch, und andersherum: Ist das Universum vollkommen deterministisch, ist aus dem Urzustand alles ableitbar. Es sei denn: Das Universum hat keinen Urzustand sondern ist ein deterministischer Kreisprozess. Dies würde sich unter anderem mit existierenden kosmologischen Modellen decken. Oder es sei denn: Das Universum ist eine disjunkte Zerlegung, impliziert durch viele deterministische Kreisprozesse. Dies deckt sich allerdings nicht mit der Erfahrung, die wir von unserer Umwelt gewinnen.
Es stellt sich also die Frage: Ist das Universum vollkommen deterministisch, und lassen sich künftige Zustände nicht einfach ableiten, wie können dann neue Wirkungen entstehen? Denn nur so wäre abgedeckt, dass beide Annahmen einträten.
Ist das Universum deterministisch, brauchen die neuen Ursachen wiederrum Ursachen, diese Ursachen wiederrum Ursachen, und so weiter.
Es muss also Ursachen geben, die keiner weiteren Ursachen bedürfen. Die da wären: Ein Überwesen, das kein physikalisches Objekt wäre, (so zusagen eine Gott), da man ansonsten wieder einen Laplace`schen Dämon erzeugen würde, oder der Zufall als Ursache, der keine Ursache bedarf (Man könnte sagen: Gibt es Ursachen ohne Ursache, so heißen sie Zufall), oder es tritt beides ein.
Letzteres ist nicht der Fall, schenkt man Einstein glauben: „Gott würfelt nicht.“
Nachtrag:
Ich wurde von einem Freund, dem Matze, darauf hingewiesen, dass sich der Beitrag sehr mit einem Artikel aus der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ ähnelt.
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Ich finde es eine Frechheit, dass mein Blog bei dem Artikel auf Seite 47 („Der Dämon und der Schmetterlingseffekt“) nicht erwähnt wird, obwohl die Ähnlichkeit der Artikel so verblüffend ist, dass mein Beitrag zweifelsfrei als Vorlage für diesen gediehnt hat ![]()
Matze schlug mir daraufhin vor, für Spektrum der Wissenschaft zu arbeiten. Ich nickte geschmeichelt, sagte aber: „Nicht bei solch einem Niveau.“
Wie die Sonne stirbt
Unabhängig von allen Auswirkungen des Menschen auf die Erde wird ein Tag kommen, an dem das Leben auf dem Blauen Planeten spätestens sein Ende nehmen wird.
Grund ist der Stern ohne dem nie Leben enstanden wäre: Die Sonne. Ihr Alter beträgt etwa 5 Milliarden Jahre und dies ist auch die Zeit die ihr noch zur Verfügung steht. In ca. 6 Millarden Jahren wird die Sonne nicht mehr scheinen.
Doch das Leben auf der Erde wird schon eher unmöglich sein. Lange bevor sie erkaltet, wird sich ihr Zustand dramatisch verändert haben. Schon in ca. 500 Millionen Jahren wird sich die Sonnenleuchtkraft um 10% verstärkt haben. Auf der Erde wird der Treibhauseffekt immer stärker, die Weltmeere verdunsten und die Temperaturen steigen.
In einer Milliarde Jahren wird die Sonnenleuchtkraft um 20% zugelegt haben. Das Leben auf der Erde ist längst unmöglich geworden. Im Gegensatz dazu werden die Monde der äußeren Planeten unsres Sonnensystems zu tropischen Paradisen. Auch auf Mars wird es wieder Ozeane geben, da der im Boden gefangene Permafrost schmilzt, und die Temperatur wird angenehme 10°C betragen. Nach 3 Milliarden Jahren sogar 25°C und der Mars wird dann über eine dichte Atmosphäre verfügen.
Die Leuchtkraft der Sonne steigt also stetig an. In etwa 6 Milliarden Jahren wird sie zu einem Roten Riesenstern wachsen. Ihr Radius ist auf das 20-fache des heutigen angewachsen und entspricht damit dem halben Merkurbahnradius. Auf der Erdoberfläche erschiene die Sonne um das 20-fache größer als heute, doch mit einer Oberflächentemperatur von 750°C wird es wohl keinen Beobachter mehr geben.
Während dieses Stadiums werden die inneren Planeten zu glühend heißen, atmosphärlosen Gesteinsklumpen. Die Eismonde der äußeren Planeten jedoch werden auftauen. Die Jupitermonde Ganymed, Kallisto und Europa werden Ozeane bilden, doch bald schon werden auch hier Temperaturen von bis zu 250°C herrschen.
Das Rote Riesenstadium wird nur sehr kurze Zeit dauern (in Relation zu einem Sternenleben). Abrupt schrumpft die Sonne wieder und ihre Leuchtkraft sinkt, die Oberfläche wird wieder heißer und gelber. Die Temperaturen auf den Planeten fallen wieder und für etwa 100 Millionen Jahren verharrt die Sonne in diesem Zustand. Anschließend wird, in Folge von Vorgängen im Inneren des Heliumkerns, die Leuchtkraft der Sonne auf das 10.000-fache des heutigen Wertes steigen, der Sonnenradius wächst auf die Größe des Erdbahnradius (150 Millionen Kilometer) – die Sonne wird zu einem Roten Überriesen.
Auf Pluto werden tropische Temperaturen von 50°C herrschen. Die Gasplaneten in unserem Sonnensystem werden ihre Atmosphären verstärken und somit wachsen. Merkur und Venus werden aufgrund des künftigen Sonnenradius verschluckt. Mars wird den Roten Überriesen dann in einer etwas größeren Bahn umrunden.
Das Schicksal der Erde ist jedoch ungewiss. Der dann innerste Planet des Sonnensystems besitzt längst keine Atmosphäre mehr, und die Oberfläche besteht aus einem einzigen Lavasee. Die Sonnenoberfläche wird bis nah an die Erde reichen, danach sind zwei Szenarien denkbar:
Die Erde könnte in die Sonne stürzen oder, wie der Mars, die Sonne auf einer weiteren Bahn umkreisen.
Die Sonne wird in Folge ihres Überriesen-Stadiums erheblich an Masse verlieren, die Anziehungskraft der Sonne sinkt. Da der Bahndrehimpuls der Erde aber gleich bleibt wandert unser Planet aufgrund der geringeren Gravitation nach außen und würde die Sonne dann auf einem doppelten Abstand vom heutigen umrunden. Doch gibt es zu viele Faktoren die heute nicht berücksichtigt werden können, um diesem Szenario mehr Gewicht zu zusprechen.
Aber auch das Überriesen-Stadium währt nur kurz. Die Sonne wird einen erheblichen Teil ihrer äußeren Hülle abstoßen – eine typische Supernova. Der Sonnenkern bleibt übrig und es entsteht ein sogenannter Weißer Zwerg mit etwa der halben Masse der heutigen Sonne. Die Sonne leuchtet in einem weißen Licht, doch währt dies nicht lange. Strahlung und Druck nehmen immer weiter ab. Innerhalb von Milliarden Jahren verfärbt sich der Zweig: Gelb, orange, rot und schließlich dunkelrot.
In etwa 16 Milliarden Jahren endet die Geschichte unseres Sterns. Die Sonne ist ausgestrahlt – nur noch ein Schwarzer Zwerg in einem der Spiralarme der Milchstraßengalaxie.
Quelle: Von Ringplaneten und Schwarzen Löchern, Keller, Kosmos-Verlag
NASA Images of the Day
Dies ist das ‘Image of the Day’ der NASA. Das Bild trägt den Titel ‘Stellar Family Tree’. Zu sehen sind mehrere Generationen von Sternen. Die als blaue Punkte in der Mitte erscheinenden Sterne sind ältere Sonnen, während die hellen großen Flecken Gebiete sind, in denen neue Sterne geboren werden.
Aufgenommen wurde das Bild vom Spitzer Space Telescope der NASA mit einer Belichtungszeit von 24 Stunden(!) Die abgelichtete Region wird als ‘W5′ bezeichnet und liegt etwa 6500 Lichtjahre von uns entfernt.
Atemberaubend, nicht wahr?
Doch damit nicht genug: Den Rest des Beitrags lesen »
Alpha Centauri
ist unser unmittelbarer Nachbarstern. Genauer gesagt ist es sogar ein Doppelstern-System im Sternbild Centaurus.
Aber dieser Post soll etwas ganz anderes thematisieren:
Eine fünfzehn-minütige Fernsehsendung auf dem Bildungssender BR-alpha. Der Astrophysiker Harald Lesch von der TU München spricht über beliebte und interessante Fragestellungen der Atsronomie. So zum Beispiel werden Fragestellungen wie: „Warum fällt der Mond nicht auf die Erde?“, „Was sind Sonnenflecken und Sonnenstürme“, „Warum hat der Saturn Ringe“, oder „Was sind Doppelsterne“.
Alle 217 Folgen findet man auch im Internet:
Einfach nach unten zur Episoden-Übersicht scrollen: Alpha Centauri
Ich kann die Sendung jedem empfehlen, der sich für solche Themen interessiert. Es benötigt kaum Vorkenntnisse, also keine Angst, ruhig mal die ein oder andere Folge anschauen
Ein Himmel ohne Sterne
Seit Jahrhunderten schauen die Menschen in sternenklaren Nächten zum Himmel hinauf und staunen über den Anblick. Allein mit bloßem Augen sind tausende von Sternen zu erblicken, und auch die erdnähesten Planeten lassen sich ohne Hilfsmittel beobachten.
Doch wie lang bleibt uns dieser atemberaubende Anblick zugänglich? Die sternenklaren Nächte sind in den letzten Jahrzehnten seltener geworden. Zu den Gründen zählen unter anderem weltweit erhöhte industrielle Abgase, aber auch ein erhöhter Anteil an Kohlendioxid in unserer Atmosphäre, was als Hauptverursacher des Treibhauseffektes gilt.
Könnte es also passieren, extrapoliert man die Veränderungen der letzten Jahrzehnte in die Zukunft, dass uns ein komplett sternenloser Abendhimmel bevor steht? Zumindest wissen wir, dass die sternenklaren Nächte bei weiterer stetiger Veränderung der Abgase in nähester Zukunft rapide veringern können.
In 30 bis 40 Jahren könnten also 20 sternenklare Nächte im Jahr zur Normalität gehören.
Und wie sieht es in ferner Zukunft aus?
Beobachtet man unseren Nachbarplaneten Venus, der in etwa die gleiche größe wie die Erde aufweist, fallen einem dennoch viele Unterschiede zu unserem Heimatplaneten auf. Es herrschen geradezu höllische Bedingungen. Temperaturen von 470°C, ein neunzigmal höheren Atmosphärendruck als der irdische und 96% Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre. Kein Überleben für Mensch und Tier!
Wieso aber unterscheiden sich diese beiden Planeten so sehr, obwohl sie nahezu die gleiche Größe haben?
Viele Wissenschaftler vermuten, dass die Venus der Erde früher viel ähnlicher war. Erst un jüngster Zeit soll sie ihre Plattentektonik eingestellt haben, während sie früher aber vorhanden war. Wahrscheinlich gab es sogar Ozeane aus Wasser. Mit dem Erliegen der Plattenbewegungen aber nahm der Vulkanisum zu, Kohlendioxid wurde in die Atmosphäre gepump, und somit der Treibhauseffekt angeheizt, der nun für die hohen Temperaturen auf der Venus verantwortlich ist.
Ein Hinweis darauf ist, dass die Venusoberfläche noch sehr jung ist (etwa 500 Millionen Jahre alt)
Durch die steigende Temperatur verschwand das Wasser an der Oberfläche, die Litosphäre (der oberste Bereich der Plattenoberfläche) wurde trockener, elastischer und spannkräftiger. Das Absinken einer Platte unter eine andere wurde immer schwieriger und somit kam die Plattentektonik schließlich zum endgültigen Erliegen.
Das Erliegen der Plattentektonik auf der Erde hätte ähnliche Folgen. Die Plattenbewegungen ermöglichen nämlich eine gute Abführung der inneren Erdwärme nach außen.
Würde auf der Erde der Kohlendioxidgehalt steigen, könnte die Plattentektonik zum Stillstand kommen und einen Hitzestau verursachen. Dies würde den Vulkanismus fördern. Da Vulkane Kohlendioxid ausspucken, würde der Treibhauseffekt weiter steigen. Ein Teufelskreis sozusagen.
Auf der Erde würde es nicht ganz so heiß werden, wie es auf der Venus der Fall ist, da der Sonnenabstand größer ist. Mit 150-200°C in Bodennähe ist dennoch zu rechnen. Man vermuetet, dass in 500 Millionen bis eine Milliarden Jahre die Erde der heutigen Venus ähneln könnte.
In ferner Zukunft also, bedint durch die dichte Atmosphäre, keinen Sternenhimmel. Doch dies ist weniger tragisch als die Tatsache, dass unter diesen Bedingungen ohnehin kein Leben existieren könnte.
Quelle: Von Ringplaneten und Schwarzen Löchern, Keller, Kosmos-Verlag
UFOs – Gibt es intelligentes extraterrestrisches Leben?
Ein Artikel auf web.de hat mir die Fragestellung erneut ins Gedächtnis gerufen. (siehe unten)
Getsellt wurde die Umfrage: Glauben Sie an UFOs – Gibt es außerirdisches Leben?
Ich finde es ziemlich witzig, dass diese beiden Teilfragen hiermit in einen Topf geworfen werden. Ich habe mit ja abgestimmt, und mit mir taten dies gute 80% der Teilnehmer. Ich glaube nicht, dass es schon jemals ein außerirdisches Flugobjekt auf der Erde gab – aber ich denke schon dass es extraterrestrisches Leben im Universum gibt.
Immerhin ist die Vielzahl der Galaxien und somit die der Sonnensysteme und Planeten so groß, dass wir es uns als Menschen nicht vorstellen können. Wieso also sollte es keine weitere intelligente(!) Spezies in diesem gigantisch großen Kosmos geben?
Und wer garantiert, dass nicht auch Leben existieren kann, anders als wir es kennen (also nicht auf Kohlenstoffbasis)?
Dass wir jedoch jemals Kontakt mit einer dieser Lebewesen aufnehmen werden halte ich fü ausgeschlossen…
Hier der Artikel von web.de. Es dreht sich um Sichtungen von UFOs und der Versuch diese Erscheinungn aufzuklären. Ich fand ihn ganz interessant.


